Blaulicht-Unterstützung aus Kreis Warendorf

Hochwasserdrama in Aachen: Hilfseinsatz startet in Stewwert

 Feuerwache Drensteinfurt als Sammelort für Einsatz der fünften Bereitschaft der Feuerwehr im Kreis Warendorf im Hochwassergebiet in Aachen nach dem Starkregen am 14. Juli
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Mit Blaulicht machte sich ein imposanter Zug an Feuerwehrfahrzeugen von Drensteinfurt aus auf ins Hochwassegebiet nach Aachen.

[Update] Mit zwölf Einsätzen in allen drei Ortsteilen war die Feuerwehr am Mittwoch vergleichsweise glimpflich durch den regenreichen Tag gekommen. Gleichwohl rückte Drensteinfurt abends ins Zentrum des Starkregens für den Kreis Warendorf.  

Drensteinfurt/Aachen - Die Feuerwache in Drensteinfurt war zum Sammelraum für einen Einsatz der 5. Bereitschaft der Feuerwehr im Kreis Warendorf bestimmt worden. Von hier fuhr gegen 22.45 Uhr ein riesiger Konvoi von Feuerwehrfahrzeugen in die Stadt Aachen, die vom Starkregen und Hochwasser besonders betroffen ist. In Aachen sollen die Kameraden der 5. Bereitschaft die Feuerwehr vor Ort unterstützen

Die fünfte Bereitschaft fuhr mit fünf Zügen plus dem Führungszug des Kreises, der aus der Fernmeldeeinheit und dem Stabsfahrzeug besteht. Zu jedem Zug gehören vier bis fünf Einsatzahrzeugen, die aus 13 Kommunen des Kreises plus Münster kommen. Der Konvoi mit knapp 30 Fahrzeugen mit Blaulicht gab ein imposantes Bild ab.

Die Feuerwache Drensteinfurt war Sammelort für den Einsatz der fünften Bereitschaft der Feuerwehr im Kreis Warendorf. gegen 21.30 Uhr trafen dort die ersten Fahrzeuge ein.

Gegen 21.30 Uhr waren die ersten Einsatzfahrzeuge in Drensteinfurt angekommen, dort wurden sie an der Feuerwache registriert, die Anzahl der Mannschaft und Ausrüstung aufgenommen, ehe sie ihren Platz an der Konrad-Adenauer-Straße zugewiesen bekamen, um dort auf den Marschbefehl zu warten. Um 22.45 Uhr starteten die Fahrzeuge im Konvoi ins 200 Kilometer entfernte Aachen. Rund vier Stunden dauerte allein die Fahrt, vor den Kameraden lag dann noch ein zwölf Stunden langer Einsatz im Hochwassergebiet.

Damit die Abfahrt reibungslos erfolgte, hatten die Feuerwehrleute und die Malteser mit Unterstützung der Polizei die Straße in beide Richtungen gesperrt. Andere halfen bei der Anbringung der Markierungen und beim Einweisen der Fahrzeuge mit.

Feuerwache Drensteinfurt als Sammelort für Einsatz der fünften Bereitschaft der Feuerwehr im Kreis Warendorf im Hochwassergebiet in Aachen nach dem Starkregen am 14. Juli

Von der Feuerwache Drensteinfurt fuhr am Mittwochabend kein Fahrzeug mit nach Aachen. „Kameraden aus Drensteinfurt unterstützen die Fernmeldeeinheit“, informierte Frank Kronshage, stellvertretender Leiter der Feuerwehr.

Von weiteren Einsätzen ging Mike Engels, Leiter der Feuerwehr, mit Blick auf die Wettervorhersage am Abend nicht mehr aus. „Ich habe heute mit mehr gerechnet“, resümierte er. So blieb es bei insgesamt zwölf Einsätzen infolge der starken Regenfälle. Sechs davon in Rinkerode, allesamt überflutete Keller, besonders betroffen die Straße Brockamp.

In Drensteinfurt gab es vier Einsätze, darunter in einer Tiefgarage und einer Lkw-Garage im Gewerbegebiet. Zu zwei kleineren Einsätzen wegen überfluteter Keller rückten die Kameraden im Lambertusdorf aus.

Obwohl das Sturmtief „Bernd“ mit Starkregen und Überflutungen vor allem das Bergische Land, Sauerland und die Region Köln/Aachen im Laufe des Mittwochs in Mitleidenschaft zog, zählten bis zum frühen Donnerstagmorgen (15. Juli) auch die Feuerwehren im Regierungsbezirk Münster 909 witterungsbedingte Einsätze. Einsatzschwerpunkt mit rund 490 Einsatzstellen war die Stadt Rheine (Kreis Steinfurt), wo unter anderem die Aufzugsschächte eines Krankenhauses vollliefen. Auf die übrigen Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk verteilten sich 419 witterungsbedingte Einsätze, wie aus dem Lagebericht des Krisenstabs der Bezirksregierung hervorgeht.
Nach Anforderungen aus den Nachbarbezirken hat die Bezirksregierung Münster bereits am gestrigen Mittwoch begonnen, die fünf zur Verfügung stehenden Feuerwehrbereitschaften sowie Wasserrettungszüge und Patiententransportzüge zu verlegen. Die Einsatzeinheiten der vorgeplanten überörtlichen Hilfe werden unter anderem im Raum Aachen, Kreis Mettmann und in der Stadt Wuppertal eingesetzt.

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