Sanierung der Bahnunterführung

Standortwechsel der Feuerwehr: Schnelle Einsatzbereitschaft trotz Straßensperrung

Unbürokratische Amtshilfe: In der Halle der Malteser stehen nun auch Fahrzeuge der Feuerwehr; die Zusammenarbeit ermöglichten (von links) Dr. Dietmar Möller und Jürgen Kaiser von den Maltesern sowie Löschzugführer Jörg Kronshage
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Unbürokratische Amtshilfe: In der Halle der Malteser stehen nun auch Fahrzeuge der Feuerwehr; die Zusammenarbeit ermöglichten (von links) Dr. Dietmar Möller und Jürgen Kaiser von den Maltesern sowie Löschzugführer Jörg Kronshage

Nicht mehr in der Hauptwache, sondern bei den Maltesern sind zwei Fahrzeuge des Drensteinfurter Löschzugs seit Samstag vorübergehend untergebracht.

Drensteinfurt – Die Vollsperrung der Schützenstraße ab dem heutigen 1.März macht diese Maßnahme erforderlich. Ab Montag ist die Schützenstraße zwischen Goethestraße und Windmühlenweg wegen der Sanierung der Bahnunterführung für den Straßenverkehr voll gesperrt. Damit steht die einzige innerörtliche Möglichkeit, die Ortshälften mit dem Auto zu wechseln, nicht mehr zur Verfügung. Ein Umweg über die Bundesstraßen 58 und 63 muss in Kauf genommen werden.

Betroffen von der voraussichtlich dreimonatigen Sperrung ist auch die Feuerwehr Drensteinfurt. „Durch die Umleitung kann sich ein Einsatz jenseits der Unterführung schon mal um sechs Minuten verlängern“, informiert der Drensteinfurter Löschzugführer Jörg Kronshage. Weil es aber bei einem Einsatz auf jede Minute ankomme, habe man nach einer Lösung gesucht und diese bei den Maltesern gefunden: Zwei Feuerwehrfahrzeuge, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein First-Responder-Fahrzeug stehen für die Zeit der Sperrung bei den Maltesern.

Klare Strukturen für die Übergangslösung

Diese wiederum stellen im Gegenzug zwei für den Katastrophenschutz verwendete Autos in der Hauptwache an der Konrad-Adenauer-Straße unter. Für die meisten Kameraden weckt der „neue Standort“ alte Erinnerungen, denn bis vor fünf Jahren befand sich direkt neben den Maltesern die Alte Feuerwache.

Welcher Feuerwehrmann im Falle eines Einsatzes zu welchem Standort fährt, ist ganz klar geregelt. „Wir haben das nach dem Wohnort aufgeteilt“, informiert Kronshage. Kameraden, die östlich der Bahn wohnen, fahren zum Nebenstandort bei den Maltesern, die westlich der Bahn Wohnenden fahren zur Hauptwache. Eine dritte Gruppe stellen die Pendler dar, die aus beruflichen Gründen an beiden Standorten eingesetzt werden können und daher ihre Ausrüstung im eigenen Pkw mitführen werden. Insgesamt 25 Einsatzkräfte sind dem Standort bei den Maltesern zugeordnet.

Parkverbot bleibt bestehen

Bei einem Einsatz werden alle informiert und von beiden Standorten fahren Fahrzeuge los. „Die genaue Absprache erfolgt dann über Funk“, erläutert Kronshage weiter. Nach dem Einsatz wird die Hauptwache angefahren. Am Standort der Malteser ist es lediglich möglich, aus dem gegenüberliegenden Hydranten den Wassertank aufzufüllen.

„Wir sind als Feuerwehr den Maltesern dankbar, dass wir unsere Fahrzeuge unterstellen dürfen“, teilt Kronshage mit. „Man hilft sich im Ort gern und ganz nebenbei fördert die Aktion das Zusammenwachsen von Feuerwehr und Maltesern“, versichert Dr. Dietmar Möller, Stadtbeauftragter der Malteser.

Für die Zeit der Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge am Nebenstandort bittet die Feuerwehr die Bevölkerung, auf das Parkverbot vor der ehemaligen Feuerwache und bei den Maltesern zu achten. „Die Fläche bleibt reserviert für die Einsatzkräfte“, bekräftigt der Löschzugführer.

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