Stadt nimmt mehr Geld für kulturelle Veranstaltungen in die Hand

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Für die bunte Kulturlandschaft Drensteinfurts steht in diesem Jahr mehr Geld zur Verfügung.

DRENSTEINFURT - Ungewohnt einig zeigten sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur bei ihrer Sitzung in der Alten Post: Sie bewilligten das Budget des Haushaltsplanentwurfs für den Fachbereich in jedem Punkt einstimmig.

Freuen dürfen sich in diesem Jahr die Betreiber der Kuluturscheune und die Organisatoren der Veranstaltungsreihe „Kultursommer“. Zur „Durchführung kultureller Veranstaltungen“ hat die Stadt Drensteinfurt in diesem Jahr 15.500 Euro angesetzt, das sind 1.600 Euro mehr als noch im Vorjahr.

Mehrmals kam während der Sitzung die Frage auf, warum der Etat für die Reinigung einiger Gebäude so massiv erhöht wurde – im Fall der Dreingau-Halle hat sich das veranschlagte Budget sogar verdoppelt. Bürgermeister Paul Berlage begründete den geplanten Kostenanstieg damit, dass die Reinigungsaufträge in diesem Jahr neu ausgeschrieben werden müssten und der Etat lediglich den Tarifentwicklungen der vergangenen Jahre angepasst sei.

Bei der Besprechung des Etats für die Natur- und Landschaftspflege, zu der auch die Friedhofsverwaltung zählt, fiel besonders das offenbar mangelnde Interesse der Drensteinfurter an dem 2009 eingerichteten Aschestreufeld auf. In fast fünf Jahren sei nur in einem Fall die Asche eines Verstobenen auf der Fläche ausgestreut worden. „Das Aschestreufeld wird nicht genutzt, weil diese Form der Bestattung immer noch unverhältnismäßig teurer ist, als ein Urnenbegräbnis“, machte Burkhard Wieland, Fraktionsmitglied der FDP deutlich. CDU-Fraktionsvorsitzender Heinrich Töns konnte diesen Einwand nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach seien die Gebühren damals nachvollziehbar kalkuliert worden.

Seit etwa zwei Jahren gibt es für die schulpflichtigen Patienten des Gesundheitszentrums Haus Walstedde eine „Schule für Kranke“. Die Stadt Drensteinfurt hat noch im Jahr der Gründung die offizielle Trägerschaft der Bildungseinrichtung übernommen. In Form einer Präsentation stellten Schulleiterin Antje Dünnewald und zwei Angehörige des Lehrerkollegiums dem Ausschuss die bisherigen Aktivitäten und das Konzept der Schule vor.

Es stehen 33 Schülerplätze für Kinder im Alter von sieben bis 18 Jahren zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass sie mindestens vier Wochen lang im Haus Walstedde behandelt werden. Ziel der „Durchgangsschule“ sei es, Lernrückstände möglichst gering zu halten und so eine Wiedereingliederung der Kinder in die Heimatschule zu erleichtern. In Form von Einzelunterricht werden besonders die Fächer Mathe, Deutsch und Englisch unterrichtet. - cpl

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