Stadt Drensteinfurt will Rathaus-Altbau durch Neubau ersetzen

+

Drensteinfurt - Der neue Haushaltsplanentwurf liegt auf dem Tisch. Fest steht, auch im kommenden Jahr muss die Stadt mit Defiziten leben. Wenngleich diese, wie Bürgermeister Carsten Grawunder versicherte, mit 157 000 Euro sehr moderat ausfallen. Am Montag stellten der Bürgermeister und der Kämmerer Ingo Herbst den Entwurf für 2018 vor.

Ein größerer Posten bei den ausgaben könnte der angedachte Rathausteilneubau werden. Zurzeit seien die Räumlichkeit zu beengt, zudem nicht barrierefrei und im Altbau energetisch nicht mehr vertretbar. Der Abriss des Altbaus aus dem Jahr 1958 könnte 2018 erfolgen, der Neubau bis 2019 abgeschlossen sein. Für die Zeit des Abrisses und Umbaus sollen, so Grawunder, Container gekauft werden, die nach dem Abschluss der Maßnahme wiederverkauft würden. Kaufen sei billiger als mieten. 3,3 Millionen wird der Teilneubau verteilt auf zwei Jahre kosten, hinzu kommen 600 000 Euro für die Ausstattung im Jahr 2019. Sollte der Teilneubau durchgeführt werden, wäre das Rathaus bis 2040 bedarfsgerecht eingerichtet.

Den für 2018 geplanten Aufwendungen in Höhe von 27 006 000 Euro stehen Erträge in Höhe von 26 848 570 Euro gegenüber. Dass es überhaupt zu einem Defizit gekommen sei, hänge mit der Flüchtlingssituation und dem Finanzierungsplan des Landes zusammen, erklärte Grawunder. Die Fehler lägen bei der Landesregierung. Erschreckenderweise zeige die neue Landesregierung keinerlei Signale diesbezüglich entgegenzuwirken. Auf der Ebene Städte und Gemeindebund und in den Fraktionen versuche man aber, eine Änderung zu erreichen.

Dass es überhaupt zu einem Defizit gekommen sei, hänge mit der Flüchtlingssituation und dem Finanzierungsplan des Landes zusammen, erklärte Grawunder. Die Fehler lägen bei der Landesregierung. Erschreckenderweise zeige die neue Landesregierung keinerlei Signale diesbezüglich entgegenzuwirken. Auf der Ebene Städte und Gemeindebund und in den Fraktionen versuche man aber, eine Änderung zu erreichen.

Der Fokus im kommenden Jahr liege im Investitionsbereich. „Insgesamt haben wir 14 Millionen Euro auf der Liste, die wir ausgeben wollen, wobei 3,85 Millionen Euro alleine in Erwerb von Grund und Boden fließen und rund 2,2 Millionen Euro in die Erschließung. Es handelt sich hierbei um Beträge, die wir vorfinanzieren“, so der Bürgermeister. Die Rede ist im Wesentlichen vom Mondscheinweg (2,4 Millionen Euro) aber auch vom Kerkpatt in Walstedde (1,3 Millionen Euro). Dieses Geld fließe durch den Verkauf der Grundstücke später wieder zurück. „Da passiert richtig was in Drensteinfurt, wir spüren Druck auf dem Wohnungsmarkt und reagieren“, so Grawunder.

Da die liquiden Mittel in Drensteinfurt zuneige gehen, sieht sich die Stadt gezwungen, schon 2017 den Kredit zur Liquiditätssicherung in Anspruch zu nehmen und benötige diesen auch 2018. In welcher Form und über welche Laufzeit wird noch mit der Bank besprochen. Geplant ist die Erneuerung zweier weiterer Brücken. Diese befinden sich zum einen über den Erlebach nördlich Pastors Busch und zum anderen ebenfalls über den Erlebach in Walstedde, in der Dorfbauerschaft westlich vom Hof Hennenberg.

Im Haushaltsplan 2018 vorgesehen ist ebenfalls der Endausbau Berthas Halde. „Wir haben die dort ansässigen Bürger auch aufgrund der Glasfaser vertröstet und lediglich Lampen aufgestellt und eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet. Das Maß der Bebauung ist jetzt erreicht und es geht im nächsten Jahr weiter“, verspricht Grawunder. Der Marktplatz schlägt 2018 mit 600 000 Euro zu Buche, insgesamt kommen Kosten von einer Millionen Euro auf die Stadt zu.

Noch vor zwei Jahren sei prognostiziert worden, dass die Ausgleichsrücklage aufgebraucht werde. „Tatsächlich befinden sich noch 2,3 Millionen in der Ausgleichsrücklage“, so Grawunder, damit befände sich die Stadt auf dem Niveau von 2008.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare