Teamarbeit bei Wirtschaftsförderung gefragt

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Im November 2019 trat Sophia Gorschlüter den Posten der neuen Wirtschaftsförderin an, kurz vor dem Ende der Probezeit im April dieses Jahres schied sie bereits wieder aus. Seitdem ist der Posten vakant. Um die Stelle kurzfristig wieder zu besetzen, geht die Stadtverwaltung neue Wege. Vorübergehend, konkret seit dem 1. Juni und befristet bis Ende April 2021, wird ein vierköpfiges Team erfahrener Mitarbeiter der Verwaltung mit je einer Viertelstelle für die Wirtschaftsförderung der Stadt zuständig sein.

Drensteinfurt - Von einer außergewöhnlichen Lösung spricht der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Jan Schwering. „Wir wollten nach dem überraschenden Wechsel von Frau Gorschlüter Kontinuität sicherstellen und sind davon überzeugt, dass das Konzept gut funktioniert“, teilt er mit. Immerhin spreche einiges für den neuen Weg. Frank Kronshage, Alessa Dohm, Laura Volkmar und Frederik Müller sind mit der Verwaltung, aber auch mit den Örtlichkeiten, Problemen und Sorgen der Stadt seit Jahren vertraut.

Dass es gleich vier neue Wirtschaftsförderer geworden sind, liege zum einen daran, dass auf diese Weise jeder in seinem Fachbereich nur mit einer Viertelstelle fehlt. Andererseits wolle man, so Schwering, „Kreativität bündeln und Aufgaben verteilen“. Er sei den Fachbereichen dankbar, dass sie die Mehrarbeit für den befristeten Zeitraum auf sich nähmen.

Stabstelle für Wirtschaftsförderung

Aufgeteilt sind die Zuständigkeiten in einer Stabstelle für Wirtschaftsförderung. Hier werden aufgrund der umfangreichen Arbeiten mit Frank Kronshage und Laura Volkmar zwei Mitarbeiter zuständig sein. Alessa Dohm übernimmt die Tourismusförderung sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Frederik Müller wird sich mit stadtregionalen Arbeiten wie dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), der interkommunalen Zusammenarbeit, Smart City und Vital.NRW auseinandersetzen.

Erste Aufgaben haben die neuen Wirtschaftsförderer bereits übernommen. „Wir sind im Moment mit der Corona-Hilfe gut beschäftigt“, teilt Kronshage mit. Die Hilfe für Firmen im Ort sei übrigens einmalig im Kreis. „Wir wollen, dass nach Corona kein Unternehmen schließen muss“, macht Schwering deutlich. Bis jetzt hätten rund fünf Unternehmen den beabsichtigt einfach gehaltenen Antrag gestellt. „Wer Hilfe benötigt, soll sich melden“, sagt Kronshage. Man setzte bewusst auf Eigenverantwortlichkeit. Die Entscheidung, ob tatsächlich städtische Hilfe erforderlich sei, liege bei den Firmen.

Sollten in diesem Jahr noch Veranstaltungen stattfinden, was durchaus gewünscht sei, dann kurzfristig. „Die Schausteller sind schnell bereit“, so Kronshage. Ein eher langfristiges Ziel sei hingegen die Hotelplanung für Drensteinfurt, macht Dohm deutlich.

Im April werde man ein Resümee des neuen Weges ziehen, sagt Schwering. Im Herbst werde die Stelle vermutlich neu ausgeschrieben. „Vielleicht wird sich ja dann einer unserer vier Vertreter darauf bewerben“, drückt der Allgegmeine Vertreter des Bürgermeisters seine Hoffnung aus. Der Kandidat wäre dann bereits eingearbeitet, dazu käme, dass drei von ihnen aus dem Ort selber stammen und über eine entsprechend gute Vernetzung verfügen.

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