Coronavirus: Stadt Drensteinfurt setzt auf Desinfektion

In allen städtischen Gebäuden und Einrichtungen in Drensteinfurt sollen Handdesinfektionsspender aufgestellt werden. Diese Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus fordert die CDU-Fraktion in einem Antrag für den Schulausschuss am 10. März und die Ratssitzung am 23. März. Bürgermeister Carsten Grawunder hat bereits reagiert.

Drensteinfurt/Kreis Warendorf  - „Es macht keinen Sinn, erst in 14 Tagen darüber zu diskutieren“, sagt Grawunder. Jetzt gelte es schnell zu handeln, um eine Ausbreitung des Virus' zu verhindern. Grawunder: „Wir haben für alle öffentlichen Gebäude Handdesinfektionsgeräte bestellt.“ Eines Ratsbeschlusses bedürfe diese Entscheidung nicht, so Grawunder, vielmehr sei das eine Aufgabe der Gefahrenabwehr.

Im Rathaus befindet sich bereits seit längerer Zeit ein Desinfektionsspender. Zusätzlich zu den Desinfektionsspendern wird, wie auch im Rathaus, immer eine detaillierte Benutzungsempfehlung angebracht, denn es sei nicht nur wichtig, das Desinfektionsmittel zu benutzen, sondern auch die hygienische Händedesinfektion optimal durchzuführen.

Auch das Kreisgesundheitsamt erhält zurzeit viele Fragen zum neuartigen Coronavirus. Bislang gibt es keinen Erkrankungsfall im Kreis Warendorf. Da es mittlerweile aber in Nordrhein-Westfalen Fälle gibt, müsse mit einer weiteren Ausbreitung gerechnet werden. Der Kreis Warendorf sei darauf vorbereitet. Die Lage werde nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts sowie des Landeszentrums Gesundheit NRW kontinuierlich beobachtet, damit bei Bedarf unverzüglich notwendige Maßnahmen durchgeführt werden können.

Unter anderem wurden und werden als Vorbereitung Abstimmungsgespräche mit den (medizinischen) Akteuren (etwa Krankenhäuser, Rettungsdienste, Ordnungsämter der Städte und Gemeinden) geführt.

Was kann man tun, mu sich zu schützen?

Dr. Wolfgang Hückelheim, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, weist darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Grippesaison ohnehin die folgenden Hygienemaßnahmen genau eingehalten werden sollten:

Was soll man bei einem Verdachtsfall auf das Coronavirus tun? 

 „Sollten Sie von milden unspezifischen Erkältungssymptomen (Husten, Schnupfen, Gliederschmerz, Heiserkeit) betroffenen sein, so ist derzeit ein Grippevirus der lokal und saisonal im Vergleich zum Coronavirus häufigere Erreger“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. 

Eine Virusabklärung zum Beispiel durch Abstrich erfolgt auf Veranlassung des Hausarztes. Wer Vorerkrankungen (etwa von Lunge, Herz, Immunsystem, Tumorleiden) hat, älter als 60 Jahre ist oder ein Kind erwartet, sollte sich zeitnah in ärztliche Behandlung begeben. 

Atemnot, Kurzatmigkeit, Fieber und plötzliche auftretende Bettlägerigkeit können Hinweise für eine Lungenentzündung sein – in diesen Notfällen ist der Rettungsdienst anzurufen. 

Wo gibt es weitere Informationen? 

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat unter der Telefonnummer 0211/855-4774 eine Hotline geschaltet. Diese ist montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr erreichbar. Sie erteilt allgemeine Auskünfte zum Thema. 

Außerhalb der Praxisöffnungszeiten ihres Hausarztes erreichen die Bürger über die Telefonnummer 116117 freitags von 15 bis 22 Uhr und samstags/sonntags von 8 bis 22 Uhr eine ärztlich besetzte Beratungshotline. 

Ebenso steht im Verdachtsfall Bürgern des Kreises Warendorf die Hotline des Kreisgesundheitsamtes zur Verfügung. Sie ist unter Telefon 02581/53-5555 montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr erreichbar. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.kreis-warendorf.de.

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