Antrag zur Haushaltsberatung

CDU-Forderung nach zweitem Kunstrasenplatz sorgt für Kopfschütteln

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Im Sportpark „Erlfeld“ soll nach den Wünschen der CDU ein weiterer Kunstrasenplatz entstehen.

Drensteinfurt - Ein zweiter Kunstrasenplatz im Erlfeld als Ersatz soll Fußball und andere Trainingsmöglichkeiten bieten - so die Idee der CDU in Drensteinfurt. Bei der Haushaltsberatung ernteten die Christdemokraten aber im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur Gegenwind.

Drensteinfurt - Grünes Licht für den Haushalt – am Donnerstagabend bestätigte der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur den Haushaltsplanentwurf von Bürgermeister Carsten Grawunder. Trotz einiger Unstimmigkeiten war der Beschluss am Ende einstimmig. Nach Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses am 10. Dezember wird der Rat dann eine Woche später das letzte Wort haben. Trotz der Zustimmung gab es am Donnerstag einige Punkte mit Diskussionsbedarf, bei denen am Ende Uneinigkeit herrschte, wie etwa ein Kunstrasenplatz im Erlfeld

Die CDU beantragte einen zweiten Kunstrasenplatz am Erlfeld. Die Forderung sorgte für unmittelbares Kopfschütteln bei den übrigen Politikern. „2021/2022 könnten wir das verwirklichen“, erklärte Heinz Töns (CDU). Der „Aschenrasenplatz“, der fast nie benutzt werde, soll einem Kunstrasenplatz weichen. Dieser soll, geht es nach dem Willen der CDU, nicht nur für Fußball, sondern für alle Trainingsmaßnahmen zur Verfügung stehen. 

Planungskosten sollen für 2020 eingestellt werden, das Geld könne aus dem Gewinn der Grundstücksverkäufe stammen. „Jeder Verein in den drei Ortsteilen hat einen Kunstrasenplatz, ein zweiter Kunstrasenplatz ist nicht notwendig“, so Bernhard Meyer (Die Grünen). Ingo Stude (SPD) stellte fest: „Ein weiterer Kunstrasenplatz ist eine erhebliche Investition mit Folgekosten, für die der Bedarf nicht da ist“, daher schlug er vor, besser den vorhandenen Ascherasenplatz wieder herzurichten. „Wenn Drensteinfurt einen zweiten Kunstrasenplatz bekommt, melden Rinkerode und Walstedde ganz schnell auch weiteren Bedarf an“, gab Burkhard Wieland (FDP) zu bedenken. Am Ende gab es, dank der geschlossenen Ablehnung von SPD, Grünen und FDP, mit zehn Ja- und zehn Nein-Stimmen keine Zustimmung für einen weiteren Kunstrasenplatz. Eine, zumindest für die Drensteinfurter CDU, ungewöhnliche Erfahrung.

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