Aus Spielwarengeschäft Fiffikus wird die neue Tafel

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Sie planen das Innenleben der Räume für die Drensteinfurter Tafel (von links): Anton Niehus, Rudi Naerger und Petra Holler-Kracht.

Drensteinfurt - Einen Meilenstein hat die Tafel Drensteinfurt erreicht. Nach langer Suche gibt es mit dem Gebäude der Gebrüder Kühnemann am Westwall geeignete Räume für die Lebensmittelausgabe für Bedürftige.

Die Verträge sind unterschrieben, jetzt wird es konkret“, versichert Rudi Naerger. Der Ideengeber und Vorstandsmitglied des Vereins „Tafel Drensteinfurt“ steht in den hellen Räumen, in denen bis vor einiger Zeit das Spielwarengeschäft Fiffikus untergebracht war und begutachtet diese.

„Wir haben mit 115 Quadratmetern relativ wenig Platz, da muss alles gut und effektiv bedacht werden“, sagt er. Für den Umbau, ganz nach den Wünschen des Vereins, sind die Eigentümer zuständig. Dieser soll am 7. Januar beginnen. Zuvor hatte das Veterinäramt des Kreises bereits die Räume inspiziert und ihre Auflagen mitgeteilt. „Alles muss so sein, dass Lebensmittel gut und sicher aufbewahrt werden“, erklärt Kassiererin Petra Holler-Kracht.

Insgesamt, so versichert Holler-Kracht, sei ein Umbau zwar erforderlich, aber nicht in dem Umfang wie bei der ehemals favorisierten Lagerhalle. „Immerhin war ja bereits ein Laden hier in den Räumlichkeiten“, sagt sie. So sind es in erster Linie Trockenarbeiten, die erledigt werden müssen. Sämtliche Fenster werden blickdicht gemacht, im hinteren Raum wird das Büro untergebracht.

Zwischen Büro und Ausgaberaum sollen das Lager und der Kühlraum seinen Platz finden. Wände müssen abgebaut und neue an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Zusätzlich zu der sanitären Einrichtung ist eine weitere Waschgelegenheit Vorschrift.

Das ehemalige Spielwarengeschäft Fiffikus wird das neue Domizil für die Tafel Drensteinfurt.

Für den Umbau verantwortlich ist Anton Niehus. Der ehemalige Bauunternehmer hat bereits vor 15 Jahren den Laden umgebaut. Nachdem zuerst das Bettengeschäft Kühnemann dort seine Waren verkauft hatte, dienten die Räume für fünf Jahre einem Zahntechniker, ehe das Spielwarengeschäft Fiffikus dort einzog.

Wenn der Umbau gut läuft, so hofft der Vorstand der Tafel, könne mit der Lebensmittelausgabe ab Mitte März begonnen werden. Gemietet sind die Räumlichkeiten ab dem 1. März. „Wir starten aber eingeschränkt“, berichtet Holler-Kracht. Zunächst stehen noch keine Kühlgeräte zur Verfügung.

Diese sollen mit Mitteln aus einer Stiftung angeschafft werden, die erst im Juni über die Vergabe entscheidet. „Wir hoffen sehr, dass wir dort die Förderung bekommen“, so Holler-Kracht. Wenn nicht, muss ein anderer Sponsor gefunden werden, im positiven Fall stehen die Kühlgeräte im Juli im Laden.

Transporter mit Kühlung fehlt noch

Vorrangiges Problem ist im Moment aber noch die Anschaffung eines Transporters. „Wir haben ein mündliches Angebot für einen Elektrotransporter mit Kühlung“, berichtet die Kassiererin. Rund 60.000 Euro wird das Transportmittel kosten. Unter Berücksichtigung der positiven Bewilligung aller eingereichten Förderanträge, kann der gemeinnützige Verein etwa die Hälfte der Summe aufbringen.

Für den Rest werden nun dringend weitere Sponsoren gesucht. „Ohne Kühltransporter geht es aber leider nicht“, so Rudi Naerger. Neben den Kosten, die bis zur Eröffnung noch anfallen, beunruhigt die Tafelgründer auch die später laufenden Kosten. „Wir sind auf Sponsoren und viele Mitglieder angewiesen“, sagt Petra Holler-Kracht.

Stiftungen unterstützen Projekte, anfallende Kosten müssten vom Verein selber aufgebracht werden, der als gemeinnütziger Verein ja nicht gewinnorientiert arbeite. Vielmehr gehe es darum, noch gute Lebensmittel nicht zu entsorgen und gleichzeitig bedürftige Menschen zu unterstützen.

Die Tafel Drensteinfurt ist auf Spenden angewiesen. Vereinigte Volksbank Münster eG IBAN: DE59 4016 0050 4301 6563 00 Sparkasse Münsterland Ost IBAN: DE47 4005 0150 0034 4336 31

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