Sonnenenergie statt Ackerland: Pläne für Mersch entlang der Bahnlinie

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Auf einer gut zwei Hektar großen Fläche direkt neben der Bahnlinie in Mersch soll eine Photovoltaikanlage entstehen.

Nicht alle Mitglieder des Bauausschusses stimmten am Montag für die Änderung des Bebauungsplans, um in Mersch gegebenenfalls eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage zu errichten.

Drensteinfurt – Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung aus den Reihen der SPD wurde die Änderung mit der Auflage, einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück von 15 Metern einzuhalten und einen Hecken-Sichtschutz im Süden anzubringen, angenommen.

Schon in der Vergangenheit hatte die Stadt beschlossen, die Flächen für regenerative Energie zu steuern. Jetzt steht ein Investor für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage bereit. Diese soll in Mersch neben der Bahnlinie entstehen. Damit dies geschehen kann, muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Alle umfangreich durchgeführten Gutachten ergaben keine Einwände.

"Das tut schon weh"

„Zwei Hektar gutes, fruchtbares Ackerland abzugeben, das tut schon weh. Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, stellte Georg Feldmann (CDU) fest. Andererseits mache es Sinn, nachhaltig Energie zu gewinnen, und sicher werde dort mehr Strom produziert als dort wachsen könne. Allerdings wünschte er sich für die Anlage einen Mindestabstand zum angrenzenden Nachbargrundstück von 15 Metern, plus die Anbringung eines ausreichenden Sichtschutzes in Form einer Hecke, am südlichen Rand des Plangebietes.

„Flächenversiegelung ist der falsche Weg, wir haben genügend Flächen auf Dächern“, betonte Martin Havers (SPD). Seine klare Meinung: Förderung der regenerativen Energie ja, aber die Vernichtung von Ackerland nein. Gerade die Biotope an der Bahn seien Rückzugsort vieler Tiere, fügte er als weiteren Einwand hinzu.

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