Fördermittel nicht nur für Projekte

Smart City: Stadt hofft auf Millionen-Förderung

Die finanzielle Situation in Drensteinfurt hat sich durch Corona weniger drastisch entwickelt, wie befürchtet. Das Land NRW will den Kommunen zumindest Teile der Corona-bedingten Einnahmeausfälle erstatten.
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Bewirbt sich nicht alleine als „ Smart-City“: Die Stadt Drensteinfurt bewirbt sich zusammen mit Beckum, Billerbeck, Siegen, Unna und Winterberg.

Der Stadtrat hat die eingereichte Bewerbung Drensteinfurts zur „Smart City“ einstimmig abgesegnet.

Drensteinfurt – In der Ratssitzung referierte Christiane Marks, Geschäftsführerin der mit der Bewerbung beauftragten Imorde Projekt- und Kulturberatung, über die Bewerbung im Städteverbund und die kommenden Aufgaben.

Zwar gebe es keine klare Definition, was eine Smart City eigentlich ist, inzwischen liege aber die Smart-City-Charta vor, so Marks. In dieser vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit verfassten Charta finden sich die Leitlinien, an denen sich auch das Projektbüro bei seiner Bewerbung für den Städteverbund orientierte.

Gemeinsame Plattform für Wissenstransfer

Denn Drensteinfurt bewirbt sich nicht allein um Mittel aus dem Bundesförderprogramm, sondern zusammen mit Beckum, Billerbeck, Siegen, Unna und Winterberg. Eine Gemeinsamkeit der Städte sei die Vielzahl der Stadt- und Ortszentren. „Das sind sechs Städte mit insgesamt 61 Stadt- und Ortsteilen“, berichtete Marks. Sie alle sollen bei dem Modellprojekt eine Rolle spielen. Eine Idee, die der Städteverbund im Rahmen des Wettbewerbs Smart City erarbeiten möchte, sei eine gemeinsame Plattform für den Wissenstransfer und Planungen.

Ob alle Ideen, mit denen der Verbund nun die Bewerbung für die Bundesförderung des „Modellprojekts Smart Cities“ eingereicht hat, auch tatsächlich weiter verfolgt werden, ist unklar. „Es geht erst einmal nur um eine Ideensammlung“, erklärte Marks. Wenn sich während der einjährigen Strategiephase, in der es unter anderem darum geht, Strategien und einen Umsetzungsplan zu erarbeiten, andere Schwerpunkte herauskristallisieren würden, sei das kein Problem, betonte die Geschäftsführerin: „Das einzige, was durch die eingereichte Bewerbung jetzt gedeckelt ist, sind die finanziellen Mittel.“

Fördermittel nicht nur für Projekte

65 Prozent der Investitionen würden aus dem Bundesfördertopf gedeckt, falls Drensteinfurt und die anderen fünf Mitstreiter den Zuschlag bekommen und in der aktuellen Projektrunde zur Smart City werden. Wie im vergangenen Jahr stellt der Bund auch 2021 rund 330 Millionen Euro für die etwa 30 neuen Modellstädte bereit. „Insgesamt hatte das Ministerium im Jahr 2019 rund 900 Millionen Euro Förderung ausgelobt. Im vergangenen Jahr wurde diese Summe auf etwa 1,4 Milliarden Euro aufgestockt“, berichtete Marks.

Unabhängig davon, dass es im Zuge von Smart City um Aufgaben beispielsweise im Bereich der Digitalisierung geht, die künftig sowieso auf die Städte und Kommunen zukommen, berge das Programm noch einen entscheidenden Vorteil. Marks: „Anders als bei den meisten Städtebauförderprojekten gibt es bei Smart City auch Fördermittel für die Personalkosten sowie die Soft- und Hardware.“ Falls der Städteverbund mit Drensteinfurt den Zuschlag bekommt, beginnt im Juli die einjährige Strategiephase. Für die geförderte Umsetzung der darin erarbeiteten Projekte bleiben anschließend vier Jahre Zeit.

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