Slalomlauf zwischen Hundehaufen in Drensteinfurt

Mutter und Sohn betrachten sich Hundehaufen auf em Gehweg
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Ekelig. Joanna Kryskiewizz und ihr dreijähriger Sohn Tomasz müssen aufpassen, dass sie nicht versehentlich in einen Hundehaufen treten. Und die Straße „Am Prillbach“, der Weg zum K+K in Walstedde, ist nur eine Straße von vielen mit zahlreichen Hundehaufen.

Walstedde – Egal wie das Wetter ist, der Hundebesitzer muss mit seinem Vierbeiner nach draußen, damit dieser sein großes und kleines Geschäft erledigen kann.

Eigentlich stellen die Hinterlassenschaften der Hunde kein großes Problem da, wenn diese wie vorgeschrieben mit einer Tüte aufgesammelt und entsorgt würden. Ganz offensichtlich haben etliche Hundeführer diese Selbstverständlichkeit besonders während der letzten Woche vergessen.

Vielleicht war die Temperatur zu kalt, der Boden zu glatt oder sie dachten, es sei einfach nicht nötig, weil der Schnee alles bedeckt. Vielleicht ist das eine Erklärung dafür, warum sich auf der Straße „Am Prillbach“ auf dem Weg zum K+K nach der Schneeschmelze eine Tretmine an die andere reiht. Verständlicherweise sorgt das für großen Unmut bei den Bürgern. „Das geht gar nicht“, macht Joanna Kryskiewizz ihrem Ärger Luft. Sie spricht von Rücksichtslosigkeit, während sie darauf achtet, dass ihr dreijähriger Sohn Tomasz nicht versehentlich in eine der „Schweinereien“ hineintritt.

Hundebesitzer sollen ihr Verhalten überdenken

Mit ihrer Meinung steht sie nicht alleine da. „Alte Menschen mit Rollatoren fahren dort hinein“, berichtet eine Walstedderin, die nicht namentlich genannt werden möchte. Eltern mit Kinderwagen müssten Slalomlaufen. Spaziergänge seien an vielen Stellen im Ort im Moment schlicht unappetitlich, führt sie weiter aus. Beide wünschen sich, dass die Hundebesitzer ihr Verhalten überdenken und ein bisschen mehr Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen.

In Drensteinfurt ist die Hundehaltung ganz klar geregelt und auf der Homepage nachzulesen. Dort heißt es: „Hundekot ist oftmals ein Ärgernis für viele Bewohner unserer Stadt. Jeder Hundehalter ist dazu verpflichtet den entstandenen ,Haufen‘ sofort zu entsorgen.“ Andernfalls droht ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. Die Stadt Drensteinfurt hat an vielen Stellen im Ort „Dog-Stations“ aufgestellt. An diesen Stationen finden Hundehalter kostenlos Plastiktüten sowie Mülleimer.

„Das geht mir richtig auf die Nerven“

Martin Brinkötter, Leiter des Ordnungsamtes, gibt zu: „Das geht mir richtig auf die Nerven.“ An vielen Stellen und selbst in der Innenstadt seien die Hinterlassenschaften der Hunde ein Problem. „Die verantwortlichen Hundehalter verhalten sich völlig egoistisch“ spricht er klare Worte. Dabei, so versichert er, sei die Masse der Hundehalter durchaus vernünftig. Selbst durch den Hundekontrolleur, der einige Zeit in allen drei Ortsteilen unterwegs war, habe man keine Besserung erzielen können. „Es ist fast unmöglich, die Verantwortlichen dingfest zu machen“, gibt Brinkötter zu. Der Hundekot werde im Zuge der Stadtreinigung entfernt, es gehe aber nicht, dass der Bauhof für jeden Hundehaufen rausfahre.

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