602 Straftaten

Sicher leben in Stewwert: Kreis Warendorf stellt die Kriminalitätsstatistik für 2020 vor

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Tatverdächtige ermittelt: Im Kreis Warendorf wurden 2020 genau 5493 mutmaßliche Täter identifiziert. 

Die Bürger im Kreis Warendorf können sich sicher fühlen. Dieses Fazit zog Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2020.

Drensteinfurt – Das gilt auch für Drensteinfurt. Die Zahl der Straftaten in Stewwert ist leicht rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden exakt 602 Straftaten gemeldet, das sind fünf weniger als im Jahr 2019. Gestiegen ist die Aufklärungsquote, während im Jahr 2019 noch knapp 47 Prozent aller Straftaten aufgeklärt wurden, waren es im vergangenen Jahr 51,99 Prozent. Im gesamten Kreis Warendorf wurden mit 12 684 Fällen 222 Fälle mehr registriert, allerdings stieg auch hier die Aufklärungsquote von 55,24 auf 57,04 Prozent.

Den größten Anteil der Straftaten in Stewwert machten Diebstähle aus. 220 wurden gemeldet; das sind weniger als 2019, als noch 245 Diebstähle angezeigt wurden. Auch die meisten einzelnen Diebstahldelikte sind rückläufig. 106 Fahrräder wurden 2020 geklaut (2019: 108, 28 Mal wurde etwas aus einem Auto gestohlen (2019: 45), 16 Mal stiegen Einbrecher in Häuser oder Wohnungen ein (2019: 24), 14 Ladendiebstähle wurden gemeldet – genau so viel wie im Jahr zuvor.

Statistik zu Taschendiebe und Rauschgiftdelikten

Zwei Taschendiebe griffen zu (2019: 7). Drei Vergewaltigungen wurde im vergangenen Jahr in Drensteinfurt gemeldet, ein Jahr zuvor war es eine. Insgesamt stieg die Zahl der Sexualstraftaten von zehn auf elf. Alle Delikte wurden von der Polizei aufgeklärt. Gestiegen ist die Zahl der Körperverletzungen in Drensteinfurt: Wurden 2019 noch 57 gemeldet, so waren es 2020 genau 64. Fast alle wurden aufgeklärt (96,88 Prozent).

Die Zahl der Rauschgiftdelikte nimmt zu: 2020 waren es 25, 2019 waren es 204: Die Aufklärungsquote liegt bei 96 Prozent. 2019 waren es 95 Prozent.

Insgesamt wurden fünf Prozent der Straftaten im Kreis in Drensteinfurt verübt; ein Viertel (25 Prozent) fanden in Ahlen statt, den geringsten Anteil haben Beelen, Wadersloh und Everswinkel mit jeweils 2 Prozent.

Kreis Warendorf ist der sicherste Kreis im Münsterland

Drei Straftaten gegen das Leben tauchen in der Statistik auf, sie alle konnten aufgeklärt werden. Die beiden Fälle in Beckum und Ahlen vom Dezember 2019 sind noch nicht erfasst.

Auch bei der Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) steht Drensteinfurt gut dar. Die Zahl stellt die Anzahl der bekannt gewordenen Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner in einem Gebiet dar. Die KHZ bildet insofern die räumliche Kriminalitätsbelastung ab. 2020 lag sie in Drensteinfurt bei 3870, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 36 Punkte. Im Kreis stieg die Zahl um 79 Punkte auf 4565.

Zum Vergleich: Die Kriminalitätshäufigkeitszahl für das gesamte Land NRW beträgt 6774. Anhand dieser Zahl nimmt die Stadt Drensteinfurt einen mittleren Platz im Städteranking des Kreises ein. Am sichersten lebt es sich im Wadersloh (2529) und Sassenberg (2670). Beckum (6109) und Ahlen (6005) haben die höchsten Zahlen im Kreis.

Für die Polizei des Kreises Warendorf war auch das Jahr 220 wieder ein erfolgreiches Jahr, schreibt die Polizeipressestelle. „Die intensive Arbeit aller Mitarbeiter führte zu messbaren Erfolgen. So kann auch für das Jahr 2020 festgestellt werden, dass der Kreis Warendorf der sicherste Kreis im Münsterland ist“, bilanzierte Landrat Dr. Olaf Gericke als Chef der Kreispolizeibehörde.

Tatverdächtige im Kreis

2020 wurden 5493 Tatverdächtige ermittelt (2019: 5 376). 4279 Tatverdächtige waren Männer, 1214 Frauen. Diese Verteilung ist schon seit vielen Jahren konstant. Vor allem bei den Körperverletzungen und bei den Gewaltdelikten dominieren die männlichen Tatverdächtigen.

Von den 5493 ermittelten Tatverdächtigen waren 3208 den Erwachsenen zuzuordnen (über 21 Jahre). Unter den 5493 Tatverdächtigen waren 1577 (28,71 Prozent) nichtdeutscher Herkunft (2019: 1587). 1298 davon waren männlich und 279 weiblichen Geschlechts. 287 nichtdeutsche Tatverdächtige waren unter 21 Jahre alt.

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