Erster Spatenstich erfolgt

Sicher entlang der L 671: Lückenschluss des Bürgerradwegs bald geschafft

Spatenstich für den Lückenschluss des Bürgerradwegs: Viele Menschen dabei.
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Mit Rad und roten Schaufeln. Beim ersten Spatenstich für den 1,9 Kilometer langen Lückenschluss des Bürgerradwegs von der Einfahrt Walstedder Straße bis zur B63 wollten viele Menschen dabei sein: Bernhard Gnegel (von links), Rainer Tegelkamp, Thoma Ende (vom Planungsbüro Gnegel), Franz-Josef Stratmann, Heinz Frie, Bernd Borgmann, Angelika und Martin Nettebrock, Bürgermeister Carsten Grawunder und Christoph Britten.

Was lange währt, wird endlich gut. Das Sprichwort trifft auch auf den Bürgerradweg entlang der L 671 zu.

Walstedde – Vor wenigen Tagen erfolgte der erste Spatenstich für den 1,9 Kilometer langen Lückenschluss von der Einfahrt Walstedder Straße bis zur B 63. Geht alles nach Plan, wird der kombinierte Fuß-Radweg ab März 2021 befahrbar sein. 700 000 Euro Gesamtkosten müssen für das mehr als notwendige Projekt aufgebracht werden.

Bernd Borgmann, Vorsitzender des Vereins „Bürgerradweg Walstedde“, hat sein Ziel hartnäckig verfolgt. Insgesamt acht Planungsvarian-ten waren erforderlich bis der Landesbestrieb Straßen.NRW Ende 2019 seine Zustimmung gab. „Zuletzt ging es um eine Forderung rund um die Entwässerung, die erfüllt werden musste“, berichtete Bauamtsleiter Christoph Britten. „Der Bürgerradweg ist ein schöner Beleg dafür, dass auch auf kommunalem Weg etwas passieren kann“, lobte Bürgermeister Carsten Grawunder.

Originär sei der Landesbetrieb Straßen.NRW für Radwege verantwortlich. Dieser käme aber arbeitstechnisch nicht nach. Es sei sehr gut, dass Bürger eigene Initiativen erbrächten und ihre Arbeitskraft und Energie für das Allgemeinwohl einsetzten.

300 Meter bis Ahlen fehlen noch

Letztendlich könne man nicht eine Verkehrswende und Mobilität fordern, wenn die Infrastruktur das nicht zulasse. „Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich an der L 671 mein Kind nicht fahren lassen“, machte Grawunder deutlich.

Mit dem Lückenschluss wird die L 671 dann bis zur Gaststätte Quante sicher über den Radweg befahrbar sein. An den fehlenden 300 Metern bis Ahlen konnte bisher noch kein Radweg gebaut werden. „Das scheitert an der Zustimmung der Eigentümer“, erklärte Borgmann. Eine Zwangsenteignung sei leider nicht möglich.

In diesem Zusammenhang sprach der Ortsvorsteher den Eigentümern des jetzt geplanten Teilstücks seinen Dank für die Bereitschaft, ihr Land, das überwiegend für die Landwirtschaft genutzt wurde, abzugeben. Besonders die Anlieger seien froh, dass sie bald sicher mit dem Rad fahren können. „Es sind an dieser Straße in der Vergangenheit schon mehrere tödliche Unfälle passiert“, daran erinnerte Borgmann. Seinen Dank richtete er auch an die Stadt, das Planungsbüro Gnegel und die Baufirma Tegelkamp aus Warendorf, die den Radweg realisieren wird.

Während der Lückenschluss nun vollzogen wird, hat die Stadt schon ein nächstes Projekt im Blick: „Wir müssen den Herbernern auf Drensteinfurter Gebiet entgegenkommen“, erklärte Bürgermeister Grawunder.

Diese wollen nun eine sichere Verbindung mit dem Rad entlang der L 671 von Herbern zum Bahnhof Mersch bauen.

Bürgerradweg kostet 700.000 Euro

Die 700.000 Euro Gesamtkosten für den Bürgeradweg entlang der L 671 muss die Stadt Drensteinfurt nicht alleine aufbringen. Mit 120 Euro pro laufendem Meter beteiligt sich das Land an den Kosten. Weitere 20 Euro pro laufendem Meter werden für Breitband zugesteuert denn gleichzeitig mit dem Radweg wird Glasfaser verlegt. Im Zuge der Maßnahme werden übrigens auch sechs Freimasten der RWE durch unterirdische Verkabelung ersetzt. Zuletzt kommen noch 7 Euro pro laufendem Meter vom Kreis dazu. Zusammen macht das eine Summe von 214.300 Euro Zuschuss aus. Zusätzlich unterstützen die Sparkasse Münsterland Ost, die Volksbank Ahlen und Haus Walstedde als Sponsoren das Projekt.

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