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Mit technischem Verständnis: Schröder ist der neue Klimaschutz-Manager

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Der neue Klimaschutz-Manager: Sebastian Schröder (Mitte) tritt seinen Dienst an. Fachbereichsleiter Christoph Britten und Bürgermeister Carsten Grawunder stellten ihn vor.
Der neue Klimaschutz-Manager: Sebastian Schröder (Mitte) tritt seinen Dienst an. Fachbereichsleiter Christoph Britten und Bürgermeister Carsten Grawunder stellten ihn vor. © Wiesrecker, Mechthild

Am 1. August hat Sebastian Schröder als neuer Mobilitäts- und Klimaschutz-Manager die Nachfolge des ersten Klimaschutz-Managers Dr. Johannes Hofmeister angetreten. Zu den Aufgaben des 38-Jährigen gehört das Arbeiten am Klimaschutz- und Radwegekonzept.

Drensteinfurt – Schröder stammt gebürtig aus Siegen. Berufsbedingt verschlug es ihn nach Unna. Während dieser Zeit wohnte er in Kamen. 2011 zog er nach Walstedde, seit 2014 lebt er in Drensteinfurt. Schröder ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren.

Nach der Ausbildung zum KFZ-Mechaniker absolvierte er eine Fahrlehrerausbildung bei der Bundeswehr und diente zwölf Jahre als Zeitsoldat. Er entschied sich dann für das Bachelor-Studium der Energietechnik und Ressourcenoptimierung an der Hochschule Hamm-Lippstadt, das er als Ingenieur abschloss. Zunächst arbeitete er als KFZ-Sachverständiger im eigenen Ingenieurbüro, erstellte unter anderem Schadens- und Qualitätsgutachten.

Stelle passend

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Sachverständiger war er in der gesamten Republik unterwegs. „Da blieb wenig Zeit für die Familie“, erklärt Schröder einen Grund für seinen Wechsel. Darüber hinaus stelle er sich persönlich schon länger die Frage, wie es in der Zukunft mit dem Klima, besonders mit Blick auf die nachfolgende Generation, weitergehe? Die ausgeschriebene Stelle sei für ihn daher passend gewesen. In seiner Freizeit ist der 38-jährige Familienvater gerne mit dem Mountainbike im Sauer- und Siegerland naturnah im Wald unterwegs.

Sebastian Schröder musste sich unter 40 Bewerbern, von denen zehn Kandidaten zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden waren, durchsetzen. „Wir hatten sowohl qualitativ als auch quantitativ eine gute Auswahl“, versicherte Fachbereichsleiter Christoph Britten.

Ich bin froh, dass wir uns für einen Bewerber aus dem technischen Bereich entschieden haben.

Christoph Britten

Grundsätzlich kamen die Bewerber aus den unterschiedlichsten Bereichen. „Ich bin froh, dass wir uns für einen Bewerber aus dem technischen Bereich entschieden haben“, teilte Britten mit. Bei technischen Fragen wie zum Beispiel PV-Anlagen bringe Schröder technisches Verständnis mit und die Fähigkeit, eigene Berechnungen anzustellen. So brauche er dafür kein Ingenieurbüro beauftragen. Durch seine Qualifikation verfüge Schröder über einen praxisnahen Ansatz, liefere Ideen zu konkreten Umsetzungen in technischen Bereichen, sei es PV oder Heizanlagen, und verfüge über das Wissen um technische Neuheiten.

Konzeptionell steht das Klimaschutz- und das Radwegekonzept ganz oben auf der Aufgabenliste des neuen Mobilitäts- und Klimaschutz-Managers. Hinsichtlich des Klimaschutzkonzeptes hat sich die Stadt von der Orka gGmbH beraten lassen, die aber kein Konzept erstellt. Diese Aufgabe wird Schröder gemeinsam mit dem Fachbereich zwei übernehmen.

Große Herausforderung

Im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes müsse aktuell das eine oder andere Gebäude mit Blick auf Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen genauer betrachtet werden. Konkret gehe es um die Teamschule und das Erlbad. Das sei eine große Herausforderung, schaue man allein auf die riesige Dachfläche der Teamschule, die Platz für eine PV-Anlage größeren Ausmaßes biete, erläuterte Britten.

„Großes Ziel der Stadt ist es, die städtischen Gebäude, wenn eben möglich, mit eigenen Anlagen bilanziell neutral zu stellen“, informiert Britten. „Es stelle sich die Frage, wo will die Stadt 2030, 2035 oder 2040 sein?“, erklärte Schröder.

Aufgabenfelder

Weitere Aufgabenthemen für den 38-Jährigen sind bautechnische Abnahmen, Anfragen seitens der Politik und Bürger wie zum Beispiel die öffentliche Trinkwasserversorgung, Fragen der Regenwassergewinnung, die Baumschutzsatzung, die Beantragung von Förderprogrammen. Darüber hinaus wird Schröder Anregungen aus der Bürgerbefragung weiterverfolgen. Das Klimaschutzkonzept soll als erste Arbeitsgrundlage Anfang des Jahres der Bevölkerung vorgestellt werden.

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