Dank digitaler Ausstattung Homeschooling gut gemeistert

Ziel an Drensteinfurter Schulen: Für jeden Schüler ein eigenes iPad

Digitales Lernen - Tablet Computer - iPads an Schulen
+
iPads für alle Schüler ist das Ziel an allen Schulen in Drensteinfurt.

Mit dem „Digitalpakt Schule“ hat das Land NRW Fördermittel zum Ausbau der Digitalisierung an Schulen zur Verfügung gestellt. Von den Fördergeldern profitierten auch die Drensteinfurter Schulen, die sich allesamt auf einem gutem digitalen Weg befinden.

Drensteinfurt – Im Schulausschuss berichtete die IT-Leiterin der Stadt Drensteinfurt, Nina Russow, jetzt ausführlich über die IT-Ausstattung der Schulen in allen drei Ortsteilen. Die Corona-Pandemie habe den digitalen Ausbau an den Schulen, die über Nacht für Homeschooling bereit sein mussten, extrem beschleunigt, sagte sie.

Glücklicherweise habe bereits seit 2019 allen Schulen eine Glasfaserinternetanbindung zur Verfügung gestanden. In jedem Klassenzimmer gibt es eine Netzwerkdose, mit der IT-Komponenten ins Netzwerk eingebunden werden können. Eine Firewall, die die ein- und ausgehende Daten sicher überwacht, ist ebenfalls an den Schulen verfügbar. Benutzeraccounts für Lehrer und Schüler konnten angelegt werden. Mit Ausnahme der Lambertusschule, die bereits mit einem Notebook-Pool für alle Räume ausgestattet ist, gibt es mindestens einen Computerraum pro Schule.

Damit Schüler, Lehrer und Eltern in der Zeit des Homeschoolings miteinander kommunizieren konnten, war eine Lernplattform erforderlich. Gemeinsam mit den Schulleitungen hat sich die Stadtverwaltung für „iServ“ entschieden. Eine Kommunikationsplattform, die nach Aussagen der Lehrer ganz hervorragend funktioniere, so Russow. Lediglich die Lambertusschule hat sich dort für die vertraute und bewährte „Schul.Cloud“ entschieden.

Fördermittel aus Digitalpakt genutzt

Angeschafft wurden insgesamt rund 600 iPads, die in den kommenden Jahren weiter aufgestockt werden, bis das Ziel, dass jeder Schüler über ein eigenes iPad verfügt, erreicht ist. Dafür stehen 100 000 Euro Fördergelder aus dem 363 185 Euro großen Digitalpakt bereit.

Weitere 100 000 Euro sollen für die Verkabelung in Rinkerode ausgegeben werden und weitere 35 000 Euro für einen „Active Playground“ in Walstedde. Mit 51 500 Euro werden dienstliche Endgeräte der Lehrkräfte gefördert. Fast 60 000 Euro fließen in die digitale Sofortausstattung mit mobilen Endgeräten.

Trotz der ausführlichen Informationen der IT-Expertin gab es noch etliche Fragen aus den Reihen der anwesenden Politiker. So wollte Sabrina Salomon (CDU) wissen, wann denn jedes Kind ein eigenes iPad bekommt. „Mittlerweile können sich an der Teamschule immer zwei Kinder ein iPad teilen“, informierte Russow. Tatsächlich müssten sich Lehrer und Schüler auch auf die neue Technik einstellen.

Weiter fragte Salomon, ob denn die IT-Abteilung der Stadt den Support für die große Anzahl an iPads leisten könne? Nach der schwierigen Anfangsphase sei der Aufwand überschaubar, versicherte Russow.

100 Mbit Geschwindigkeit sind in beiden Richtungen vorhanden, beantwortete die IT-Leiterin die Frage von Florian Weiß (SPD) nach der Datenübertragungsrate.

Smartboards statt interaktiver Whiteboards

Martin Niesmann (SPD) wollte wissen, warum an der Teamschule nur Smartboards statt interaktive Whiteboards angeschafft werden. Dies sei, so Schulleiterin Anja Sachsenhausen, eine bewusste Entscheidung gewesen. „Wir benutzen die Tafel neben iPads und gebrauchen auch noch den Füller“, fügte sie an.

Thomas Kluth (Die Grünen) zeigte sich überrascht, dass als Lernplattform nicht die vom Land empfohlene Plattform „Logineo“ gewählt wurde. Diese Entscheidung haben die Schulen getroffen. „Wir wollen uns nicht in die Pädagogik einmischen“, erklärte Russow. „Logineo“ habe sich in der Praxis nicht so gut bewährt, es sei zu Beginn des Lockdowns nicht arbeitsfähig gewesen, stellte Sachsenhausen fest.

„Die Wahl der Plattform sollte man denen überlassen, die damit arbeiten“, so Salomon. Es sei beeindruckend, was Stadt und Schulen geleistet haben. Auch Burkhard Wieland (FDP) lobte: „Das ist eine gute Nummer für die kurze Zeit.“ Lob gab es auch von Bürgermeister Carsten Grawunder für Rechtsrat Jan Schwering und Nina Russow: „Ihr habt die Schulen digital gut vorangebracht, diesen Weg gehen wir kontinuierlich weiter.“

Anschaffungen an den Schulen:

  • Kardinal-von-Galen-Grundschule: acht Acscess Points mit Lautsprecherfunktion, zwei Kurzdistanzbeamer, zwei AppleTVs und zwei Lautsprecher, 130 iPads für Schüler, 25 iPads für Lehrer, weitere iPads und AccessPoints sowie Lautsprecherfunktionen werden folgen. Ebenso sieben neue Tafelsysteme, Kurzdistanzbeamer, Lautsprecher und AppleTV.
  • Katholische Grundschule Rinkerode: zehn Acscess Points mit Lautsprecherfunktion, zwei Kurzdistanzbeamer, zwei AppleTVs und zwei Lautsprecher, zehn iPads für Lehrer und Schüler, weitere 50 iPads für Schüler und 15 iPads für Lehrer werden kurzfristig angeschafft, weitere iPads folgen. Dazu soll es acht neue Tafelsysteme, Kurzdistanzbeamer, Lautsprecher und AppleTV geben.
  • Lambertus-Grundschule Walstedde: acht digitale Boards (vier davon kurzfristig), 50 iPad Pros inkl. Zubehör (kurzfristig), weitere 50 iPad Pros inkl. Zubehör, ein Active Playground.
  • Teamschule: 16 Access Points, sieben Kurzdistanzbeamer, sieben AppleTVs, sieben Lautsprecher, 150 iPads für Schüler und Lehrer, (AccessPoints, sowie einige Beamer, und Lautsprecher waren bereits 2019 vorhanden, ebenso 104 Schüler-iPads als Fremdgeräte)

Kardinal-von-Galen-Grundschule: acht AcscessPoints mit Lautsprecherfunktion, zwei Kurzdistanzbeamer, zwei AppleTVs und zwei Lautsprecher, 130 iPads für Schüler, 25 iPads für Lehrer, weitere iPads und AccessPoints sowie Lautsprecherfunktionen werden folgen. Ebenso sieben neue Tafelsysteme, Kurzdistanzbeamer, Lautsprecher und AppleTV.

Katholische Grundschule Rinkerode: zehn AcscessPoints mit Lautsprecherfunktion, zwei Kurzdistanzbeamer, zwei AppleTVs und zwei Lautsprecher, zehn iPads für Lehrer und Schüler, weitere 50 iPads für Schüler und 15 iPads für Lehrer werden kurzfristig angeschafft, weitere iPads folgen. Dazu soll es acht neue Tafelsysteme, Kurzdistanzbeamer, Lautsprecher und AppleTV geben.

Lambertus-Grundschule Walstedde: acht digitale Boards (vier davon kurzfristig), 50 iPad Pros inkl. Zubehör (kurzfristig), weitere 50 iPad Pros inkl. Zubehör, ein Active Playground.

Teamschule: 16 Access Points, sieben Kurzdistanzbeamer, sieben AppleTVs, sieben Lautsprecher, 150 iPads für Schüler und Lehrer, (AccessPoints, sowie einige Beamer, und Lautsprecher waren bereits 2019 vorhanden, ebenso 104 Schüler-iPads als Fremdgeräte)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare