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Schützenfest wird teurer: Auch Walstedder Bürgerschützen zahlen mehr

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Ihr Thema Nummer eins ist das Fest im Juni: Die Bürgerschützen Walstedde trafen sich zur Generalversammlung bei Remmert.
Ihr Thema Nummer eins ist das Fest im Juni: Die Bürgerschützen Walstedde trafen sich zur Generalversammlung bei Remmert. © Wiesrecker, Mechthild

„Ein drittes Jahr ohne Schützenfest soll es nicht geben“, so die wichtigste Nachricht des Vorstands auf der Generalversammlung der Bürgerschützen am Freitagabend im Veranstaltungsraum bei Remmert. „Nach 1092 Tagen Abstinenz wollen wir in diesem Jahr vom 24. bis 27. Juni wieder ein Schützenfest feiern, so schön wie immer und doch anders“, verkündete der erste Vorsitzende des Bürgerschützenvereins, Max Thamm. Die Vorbereitungen seien im vollen Gange, als Festwirt für dieses Jahr (und auch schon für 2023) habe Strohbücker gebucht werden.

Walstedde - „Es wird kostentechnisch ein anstrengendes Schützenfest“, erklärte Thamm und fügte erklärend hinzu: „Egal ob Festwirt, Zeltmiete oder die Musiker, alles ist teurer geworden.“ Aufgrund der auch während der Coronazeit eingezogenen Mitgliedsbeiträge verfüge der Verein aber über ein kleines finanzielles Polster. Die Schützenfestbesucher können sich auf Preise von zwei Euro pro 0,2 Liter Bier einstellen (10 Cent Rabatt gibt’s bei zehn Gläsern).

Einen Schießstand wird es infolge der Insolvenz des Betreibers nicht geben, dafür einen Stand mit Süßigkeiten und Eis sowie eine Hüpfburg.

Eine weitere Änderung betrifft das Blasorchester: Weil das Blasorchester Herringen nur am Montag spielen kann, wurde für Samstag und Sonntag das Blasorchester Everswinkel gebucht.

Antreten vor Hotel „Leib und Seele“ von Haus Walstedde

Das Antreten am Freitagabend wird aufgrund der Renovierung der Lambertuskirche vor dem Hotel „Leib und Seele“ von Haus Walstedde stattfinden. Hier wird auch das Königspaar abgeholt. Den Gottesdienst im Zelt wird das „Heilig Geist Ensemble“ musikalisch begleiten. Beim Holzfassschießen dürfen anders als gewohnt auch Schützen mitmachen, die älter als 30 Jahre sind.

Hubert Höhne stellt seine Kneipe aufgrund der Pandemie dem Schützenverein in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Stattdessen wird das Antreten auch am Sonntag vor dem Hotel sein.

542 Schützen zählt der Verein mit Stand zum Jahresende 2021. Darunter sind auch 32 Frauen. „Wir sind ein Verein, keine Bruderschaft, darum nehmen wir auch Frauen auf“, erklärt Kassierer Frederik Huhmann.

Der Vorstand hatte ein Versprechen für seine Mitglieder: „Ein drittes Jahr ohne Schützenfest soll es nicht geben.“
Der Vorstand hatte ein Versprechen für seine Mitglieder: „Ein drittes Jahr ohne Schützenfest soll es nicht geben.“ © Wiesrecker, Mechthild

Gewählt wurde mit Andreas Knipping ein neuer Kassenprüfer, der gemeinsam mit Andreas Eickholt die Finanzen kontrolliert. Sven Broszeit las den Bericht der Avantgarde vor, die während der Pandemie vier neue Mitglieder gewinnen konnte.

Lange diskutiert wurde über die Gestaltung der neuen Fahne, die für das 150. Vereinsjubiläum im kommenden Jahr die alte Fahne von 1973 ersetzen soll. Sie wurde bei den Caritaswerkstätten in Nordkirchen in Auftrag gegeben. Die Kosten belaufen sich auf 6 800 Euro. Am Design wird sich wenig ändern. Die Lambertuskirche, das Kriegerehrenmal mit Flamme und die Vogelstange sollen darauf zu sehen sein.

Erinnerung an Vereinsgründung im Jahr 1873

Die nächste Mitgliederversammlung am 21. Oktober wird bei Volking stattfinden. Grund ist die Gründung des Schützenvereins 1873 in Herrenstein. „Wir werden aus diesem Anlass beim Hotel Volking einen Baum pflanzen“, so Thamm. Pflanzaktionen sind auch am Kriegerehrenmal und auf der Schützenwiese geplant.

Zukünftig werden die Versammlungen, wohl nicht mehr bei Bernhard Remmert stattfinden können, da dieser signalisiert habe, zum Jahresende in „Rente“ zu gehen. „Wir hoffen, dass wir zukünftig das Paul-Gerhardt-Haus nutzen können“, erklärte Thamm.

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