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Schockanrufe: Senioren wird tödlicher Unfall vorgegaukelt

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Die Polizei HSK warnt und gibt Tipps, wie sich Bürger vor Schockanrufen schützen können.
Vor allem Senioren sind Ziel von betrügerischen Anrufen. ©  Polizei (Symbolbild)

In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Bürger bei der Polizei gemeldet, die entweder betrügerische Anrufe oder Nachrichten über einen Messengerdienst erhalten haben. Fast alle Kontaktierten haben richtig gehandelt und aufgelegt oder die Nachricht ignoriert. In allen Fällen ging es darum, an das Geld oder die Wertgegenstände der Senioren zu gelangen.

Kreis Warendorf - „Die Betrüger sind sehr gewieft, ändern immer wieder ihre Arbeitsweise und reagieren überzeugend auf Einwände“, warnt die Polizei. In einem Fall wies die misstrauische Frau darauf hin, dass der Mann ihrer Tochter, die angeblich jemanden zu Tode gefahren hat, Rechtsanwalt sei und sich nun kümmern werde. Das griff der Betrüger am Telefon sofort auf und wandte ein, dass ihr Schwiegersohn ebenfalls am Unfall beteiligt gewesen sei.

Falscher Polizist und falscher Anwalt

Der falsche Polizist empfahl eindringlich einen bestimmten Rechtsanwalt samt Telefonnummer, mit dem man gute Erfahrungen gemacht habe. Als die Angerufene das Angebot ablehnte, rief der falsche Rechtsanwalt die Frau kurz danach an und erzählte die gleiche Lügengeschichte. „Glücklicherweise blieb die pfiffige Frau misstrauisch und ging nicht auf das Märchen ein“, so die Polizei.

In Hamm fiel eine Seniorin auf die perfide Masche herein und verlor mehrere Tausend Euro.

Die neuste Masche sei, den Bürgern vorzugaukeln, dass der Anrufer deren Sozialversicherungsnummer habe. Entweder sei das Konto gesperrt und man könne nicht mehr auf das Konto zugreifen oder die Angerufenen sollen am Telefon eine bestimmte Zahl drücken, um weiter in der Leitung gehalten zu werden.

Die Polizei rät: „Legen Sie sofort auf! Ignorieren Sie die Nachricht! Bleiben Sie misstrauisch! Infomieren Sie sich über die Betrugsmaschen und warnen Sie Ihre Angehörigen!“

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