Mobile Station am Supermarkt

Schnelltests: Verein aus Hamm setzt in Walstedde auf Wohnwagen

Wohnwagen, Absperrbaken, Pavillondach: die Teststation auf dem K+K-Parkplatz.
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Wohnwagen, Absperrbaken, Pavillondach: die Teststation auf dem K+K-Parkplatz.

Ein Wohnwagen, davor Absperrbaken und ein blaues Pavillondach dazwischen – fertig ist die Corona-Schnellteststation, die von dem in Hamm ansässigen „Deutschen Institut für alternative Therapie e.V.“ (Difat) auf dem Parkplatz des K+K-Marktes in Walstedde betrieben will.

Walstedde/Hamm - Noch vor einigen Wochen hatte Difat-Geschäftsführer Dirk Piper das selbe Schnelltest-Ensemble auf einem Firmenparkplatz in Bergkamen-Rünthe platziert, im Januar war ein in Hamm geplanter Betrieb scheinbar im Sande verlaufen. Nun soll es damit die erste Schnellteststelle in Drensteinfurt außerhalb von Arztpraxen oder Apotheken geben.

Der Drensteinfurter Stadtverwaltung ist der Schnelltestbetrieb auf dem K+K-Parkplatz offiziell nicht bekannt – aber: „Das ist mit dem Kreis Warendorf abgestimmt“, teilt Laura Volkmar vom Ordnungsamt mit. Das bestätigt Felix Höltmann, Pressesprecher beim Kreis Warendorf: „Die Betreiber von Testzentren müssen sich beim Kreis registrieren lassen und ihre Testergebnisse an den Kreis melden.“ Dann könnten die Teststationen eigenverantwortlich betrieben werden.

Offiziell geöffnet ist die Teststation täglich von 13 bis 17 Uhr. Pkw-Fahrer könnten in ihren Fahrzeugen bleiben, während der Test durchgeführt wird. Einmal in der Woche kann der Test kostenlos durchgeführt werden. Das Testergebnis soll innerhalb von 20 Minuten vorliegen. Von wem die Tests durchgeführt werden, teilte Piper nicht mit.

Umtriebiger Initiator unterschiedlicher Projekte

In Hamm ist Dirk Piper als umtriebiger Initiator unterschiedlicher Projekte bekannt. So war er unter anderem als Plastinator und Hypnose-Coach aktiv, versuchte erfolglos, ein Holi-Festival in Hamm zu organisieren, schmiedete Pläne für die Entsorgung von Atommüll und wollte als Kandidat der Piratenpartei in den Bundestag einziehen.

Auf der Difat-Hompage firmiert er als „Prof. Dr. mult. h.c. Dirk Piper of altern. therapie, of church management, Harvard Church of Development and Rescue, Cambridge/USA“ (nicht zu verwechseln mit einem akademischen Grad der renommierten Harvard University) sowie als „Hypnosetherapeut und Hypnosecoach Krisenmanagement“.

Die Betreiber von Testzentren müssen sich beim Kreis registrieren lassen und ihre Testergebnisse an den Kreis melden.

Felix Höltmann, Sprecher Kreis Warendorf

Dass der Testbetrieb in Bergkamen nicht mehr läuft, liegt laut Piper daran, dass der Inhaber des Geschäfts, auf dem der Wohnwagen stand, den Platz wieder selbst benötige. Weitere Auskünfte wollte Piper am Donnerstag nicht geben. In Bergkamen-Rünthe hatte er noch als Motto für die Tests ausgegeben: „Gemeinsam gegen Corona“. Federführend verantwortlich für den Testbetrieb mit geschultem Personal hatte ein Dr. med. Thomas Meyer sein sollen. - LE/mew/san

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