Sanierung der Bahnunterführung erst 2020

Eine Vollsperrung reicht: Schonfrist für Schützenstraße

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Die Schützenstraße wird im Bereich der Bahnbrücke vorerst nicht gesperrt. Ursprünglich hätten die Bauarbeiten am 15. Juli beginnen sollen.

Drensteinfurt – Noch vor den Sommerferien sollte die Sanierung der Brücke an der Schützenstraße in Angriff genommen werden.  Wie gesagt: sollte.

Vorgesehen war eine Vollsperrung der Kreisstraße 21 im Bereich der Unterführung für mehrere Monate. Viele Stewwerter betrachteten die geplante Sperrung der Straße, die die Bereiche vor der Bahn mit denen hinter der Bahn verbindet, mit Sorge. Jetzt wird die Sanierung verschoben, doch nicht aus verkehrspolitischen, sondern aus technischen Gründen.

Auf Anfrage des WA teilte Kreis-Pressesprecher Thomas Fromme mit: Nach genauer Untersuchung der Brücke hat sich der Kreis entschlossen, die Maßnahme noch einmal zu überarbeiten. Vereinzelt wurden Fugen offengelegt, um deren Zustand zu begutachten und zu prüfen, wo konkret das Wasser eintritt.

Gemeinsam mit einem Ingenieurbüro wird jetzt ein neues Sanierungskonzept erarbeitet, das auf die Erfahrungen der Stadtverwaltung Bad Bentheim zurückgreifen kann. Dort befindet sich eine vergleichbare Brücke, ein sogenanntes Trogbauwerk, das bereits saniert wurde.

Witterung als Problemfaktor

Die Problematik des Wassereintritts in das Trogbauwerk an der Schützenstraße liegt in dem acht bis zehn Meter langen U-förmigen Betonteilen, die unter der Bahnlinie entlang der K 21 aneinandergesetzt sind. Hier gibt es zahlreiche Fugen, aus denen mittlerweile Wasser austritt.

Nach Fertigstellung des neuen Konzeptes wird die Maßnahme neu ausgeschrieben und an eine geeignete Sanierungsfirma vergeben, heißt es aus dem Kreishaus.

Mit dem voraussichtlichen Beginn könne, wenn alles gut läuft, im Frühjahr 2020 gerechnet werden, so Fromme vorsichtig. Hierbei stelle vor allem die Witterung einen schwer zu kalkulierenden Faktor da.

Stadtverwaltung nicht unglücklich

Der Stadtverwaltung in Drensteinfurt kommt die Verlegung der Maßnahme nicht ungelegen. „Zwei Großbaustellen, die Marktbaustelle und Schützenstraße, zur gleichen Zeit, sind eher unschön“, sagt Bauamtsleiter Christoph Britten.

Geplant war eine Umleitung für die Dauer der Bauarbeiten über die Konrad-Adenauer-Straße, B 58 und den Ahlener Weg. Keine Einschränkungen waren für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen, da sie den Teilbereich der Schützenstraße weiterhin in gewohnter Weise hätten benutzen können.

Wird die Sanierung 2020 erfolgen, ist durch die rund viermonatige Vollsperrung mit einer erheblichen Beeinträchtigung des innerörtlichen Verkehrs zwischen Drensteinfurt Ost und West zu rechnen. Zudem muss eine relativ lange Umleitung in Kauf genommen werden.

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