Sperrung der Unterführung

Ratten haben Kabel angefressen: Baustellen-Ende an der Ampelkreuzung B 58/L 585 in Sicht

Die Bauarbeiten für die neue Ampelanlage an der Kreuzung B58/L585 gehen in die letzte Phase. Noch haben Rechtsabbieger von der B 58 Richtung Albersloh und Sendenhorst freie Fahrt, in Zukunft wird die Spur allerdings eine Ampelsteuerung haben – der neue Mast steht bereits.
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Die Bauarbeiten für die neue Ampelanlage an der Kreuzung B58/L585 gehen in die letzte Phase. Noch haben Rechtsabbieger von der B 58 Richtung Albersloh und Sendenhorst freie Fahrt, in Zukunft wird die Spur allerdings eine Ampelsteuerung haben – der neue Mast steht bereits.

Autofahrer haben es nicht einfach in diesen Wochen, vor allem, wenn sie von einer Seite der Bahn auf die andere müssen.

Drensteinfurt – Hauptursache ist die gesperrte Unterführung, denn nun müssen alle auf die Umgehungsstraße B 58 ausweichen. Dass an der Kreuzung zur L 585 vor der Dreingauhalle zusätzlich gerade jetzt die Ampelanlage erneuert wird, sorgt mitunter für großen Unmut. Dort staut sich der Verkehr stadtauswärts oft mehrere Ampelphasen lang. Ein Ende dieser Baustelle ist nun in Sicht.

„Bis Ende nächster Woche soll die Ampel in Betrieb gehen“, sagt Igor Grenz, der beim Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig ist für die Lichtanlagen im Münsterland. Er bedauert, dass diese Maßnahme parallel zur Sperrung der Unterführung stattfindet, „aber wir mussten hier kurzfristig reagieren, weil die Gefahr bestand, dass die ganze Anlage plötzlich ausfällt“.

Ratten haben Kabel angefressen

Was war passiert? „Einige Kabel waren von Ratten angeknabbert worden“, erklärt Igor Grenz den Handlungsbedarf. Die mehradrigen Kabel seien dadurch teilweise stark beschädigt gewesen. Als kurzfristige Maßnahme hatte man die Kabel so gekoppelt, dass die Ampelfreigabe teilweise nicht mehr nach Verkehrsaufkommen erfolgte, sondern nach Festzeit: „Das betraf vor allem die Fußgängerampel“, erklärt der Experte. „Die wurde dann einfach immer aktiv – ob mit oder ohne Fußgänger –, was natürlich nicht im Sinne des Verkehrsflusses an der Kreuzung ist.“

Um einen Totalausfall der Ampel zu vermeiden, galt es, die Schäden zu beheben. Um die Verkabelung einer Lichtanlage zu erneuern, muss diese außer Betrieb genommen werden. „Bei so einer großen Kreuzung geht das nicht, ohne eine mobile Anlage zur Absicherung aufzustellen“, erklärt Igor Grenz. Das sei schon ordentlich aufwendig. „Weil wir diesen Aufwand ohnehin betreiben mussten, haben wir das zum Anlass genommen, die Anlage komplett zu erneuern, also neue Masten aufzustellen, Leerrohre zu verlegen und Lichter mit einer 40 Volt LED-Technik anzubringen.“ Das diene sowohl der Energieeinsparung als auch der Sicherheit, denn die LEDs sind – unabhängig vom Sonnenstand – viel besser zu sehen.

Zusätzliche Ampelsteuerung für mehr Sicherheit

Darüber hinaus kündigt Straßen.NRW eine Neuerung an der Kreuzung an: „Um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen, die die B 58 überqueren, wird es in Zukunft eine zusätzliche Ampelsteuerung geben.“ Igor Grenz erklärt, dass Autofahrer, die auf der Bundesstraße von Hamm kommend rechts Richtung Albersloh und Sendenhorst abbiegen, nun Rot haben, während Fußgänger und Radfahrer gesichert und in einem Rutsch über alle Spuren kommen. Hierfür wurde ein zusätzlicher Ampelmast aufgestellt.

Mehr Sicherheit: Radfahrer können zukünftig die gesamte Bundesstraße per grüner Ampel queren.

Einen Rückstau auf der Umgehungsstraße befürchtet Grenz dadurch nicht, die Rechtsabbiegerspur – in der Fachsprache „Bypass“ genannt – habe ein schwaches Verkehrsaufkommen und sei sehr lang. Außerdem würden die Ampelphasen zusammen mit denen der Geradeausfahrenden geschaltet: „Wir erwarten da keine Behinderungen.“

Ansonsten bleibt die Schaltung der Kreuzungsampel im Großen und Ganzen so, wie die Autofahrer sie kennen, die Steuerung wird verkehrsabhängig durch Detektoren, also Induktionsschleifen, angepasst. Straßen.NRW kann die neue Lichtanlage zudem aus der Ferne überwachen, Störungen erkennen und gegebenenfalls beheben. Verkehrszählungen sind ebenfalls möglich und dadurch situative Anpassungen.

Rechtsabbiegerspur muss gesperrt werden

Gleich zu Beginn verzögerten sich die Arbeiten durch einen tragischen Unfall, bei dem ein Mitarbeiter von einem Lkw aus dem Hubwagen gerissen und schwer verletzt wurde. Dieser ist langsam auf dem Weg der Besserung. Nun steuert die Bochumer Firma Swarco auf die letzten Arbeiten zu. Wenn das Wetter mitspielt und es weitgehend trocken bleibt, erfolgen kurzfristig die Markierungsarbeiten im Bereich der angepassten Rechtsabbiegerspur, wo Furt und Haltelinien gekennzeichnet werden.

Igor Grenz weist schon jetzt darauf hin: „Dazu muss der Bypass für ein paar Stunden gesperrt werden, je nach Wetterlage sollen die Arbeiten morgens nach der Berufsverkehrswelle erfolgen.“ Wer nach Albersloh oder Sendenhorst will, wird dann umgeleitet. „Wenn das alles fertig ist, kann die neue Anlage in Betrieb gehen“, kündigt er an und hofft, dass dies zum Ende nächster Woche, spätestens am 30. April, der Fall sein wird.

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