Randale am Bahnhof: Drensteinfurter bewirft Zug mit Fahrrad

Bundespolizei
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Auch Bundespolizisten waren nach dem Vorfall im Einsatz.

Offensichtlich zu viel getrunken hatten ein 18-Jähriger Drensteinfurter sein 17-jähriger Begleiter am Freitagabend, 7. Mai, am Bahnhof in Hiltrup.

Drensteinfurt/Münster – Zeugen haben an dem Abend gegen 23 Uhr zwei junge Männer dabei beobachtet, wie sie im Bahnhof Münster-Hiltrup einen durchfahrenden Güterzug mit einem Fahrrad beworfen haben. Im Anschluss entnahmen sie Steine aus dem Gleisbett und warfen diese gegen Laternen und ein Wartehäuschen auf Gleis 2.

Beim Eintreffen einer Streife der Landespolizei flüchteten beide Männer vom Tatort. Ein 17-jähriger Tatverdächtiger aus Senden wurde noch auf der Glasuritstraße gestellt. Den zweiten Tatverdächtigen, einen 18-jährigen Drensteinfurter, stellten die Beamten kurze Zeit später neben einem Kindergarten im Gebüsch liegend fest.

Einsatzkräfte der Bundespolizei fanden im Rahmen der Anzeigenaufnahme ein stark beschädigtes Fahrrad im Gleisbett und stellten es als Beweismittel sicher.

Verspätungen im Bahnverkehr

Ersten Ermittlungen zur Folge ist es durch den Steinbewurf zu keinen Beschädigungen an den Laternen und dem Wartehäuschen gekommen. Ob der durchfahrende Güterzug durch den Bewurf mit dem Fahrrad beschädigt wurde, ist noch nicht abschließend geklärt und Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Die Bundespolizei leitete gegen die alkoholisierten Männer Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und der versuchten Sachbeschädigung sowie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des unbefugten Aufenthaltes im Gleisbereich ein.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche von einem Erziehungsberechtigten abgeholt und der junge Erwachsene aus der Wache entlassen. Durch die Streckensperrung kam es zu Verspätungen von insgesamt 46 Minuten im bahnbetrieblichen Ablauf. - WA

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