Radweg zum Merscher Bahnhof

AMEKE/MERSCH ▪ Für Radfahrer und Fußgänger soll es an der Herberner Straße (L671) sicherer werden. Gegenwärtig formiert sich ein Verein, der zwischen Mersch und Ameke einen Bürgerradweg bauen möchte. Dies teilte der Walstedder Ortsvorsteher Bernd Borgmann auf Anfrage des WA mit.

Ein erstes Teilstück eines solchen Radwegs entlang der L671 gibt es bereits. Es verläuft zwischen dem Ortsrand Walsteddes und der Einmündung der Straße „Alten Walstedde“. Seinerzeit wurde dieser Weg mithilfe des Heimatvereins gebaut.

Der nächste Abschnitt des neuen Bürgerradwegs soll zwischen der Einmündung Ameke-Berg und dem Bahnhof Mersch entstehen. Gespräche mit den Grundeigentümern seien seitens der Stadt bereits geführt worden, so Borgmann. Dabei hätten sich „sehr positive Signale“ ergeben. Ein erster Planentwurf für den Weg liege vor, letztlich sei aber noch nicht abschließend geklärt, ob er nördlich oder südlich der Herberner Straße verlaufen solle. Dies richte sich nach der Verfügbarkeit der entsprechenden Grundstücke.

Ende des Monats seien die städtischen Planungen wohl abgeschlossen, erklärte Borgmann. Danach solle die Vereinsgründung in Angriff genommen werden. Augenblicklich beschäftige man sich mit der Aufstellung einer Satzung. Baubeginn könnte dann, so der Ortsvorsteher, 2012 oder 2013 sein.

Durch die Gründung eines eigenen Vereins zum Bau des Radwegs erhofft sich Borgmann eine größere Eigenständigkeit in der Bauausführung, eine klare Lösung von Versicherungsfragen und eine leichtere Koordination des Maschineneinsatzes.

Bürgermeister Paul Berlage verwies gegenüber dem WA darauf, dass durch den neuen 1,7 Kilometer langen Bürgerradweg auch der Bahnhof Mersch angebunden werde, dessen Neugestaltung bevorsteht. In nächster Zeit, so Berlage, würden die Stadt, der Bürgerverein und die betroffenen Anlieger über den neuen Radweg sprechen.

Der Bürgermeister stellt klar, dass der Bau keine kommunale Aufgabe sei, „aber das Land kriegt es nicht hin!“. Lediglich Planungsmittel sieht der städtische Etatplan für das Projekt vor. Gemeinsam mit dem Bauhof, durch Spenden und über die allgemeinen Straßenbaukosten sowie durch die Anstrengungen des Vereins soll es realisiert werden. Das dann noch „radweglose“ Teilstück der L671 können Radler leicht mit einem kleinen Umweg über Ameke umgehen.

Der Schützenbruderschaft St. Georg Mersch-Ameke und den Schützenfestgästen dürften die Überlegungen zum Bau des neuen Bürgerradwegs sehr gefallen. Er wird nämlich dafür sorgen, dass künftig der Festplatz auf dem Hof Wiegel sicherer erreicht werden kann. Bisher ist dies nur über die Fahrbahn der L671 möglich – und dieser Weg ist bekanntlich ziemlich gefährlich. ▪ jan

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