Pure zeitgenössische Rockmusik von „Rocktool“

Rocktool nach dem Sieg bei „Westfalen rockt!“

RINKERODE ▪ Seit mehr als zehn Jahren gehört die Band „Rocktool“ zum Inventar der Musikszene im Münsterland. Letztes Jahr feierte sie ihr Bandjubiläum standesgemäß mit einem großen Benefizkonzert und spendete 1 500 Euro für die Kinderkrebshilfe Münster.

2008 durfte sich die Band mit dem Titel „Westfalens beste Partyband“ schmücken. „Obwohl wir eigentlich gar keine Partyband sind, sondern zeitgenössische Rocksongs covern“, erklärt der Rinkeroder Schlagzeuger Stefan Schemmelmann (29).

Zusammen mit den Hiltrupern Daniel Glosemeyer (Gesang), Daniel Engelen (Bass), Carsten Ahlf (Gitarre) und Keyboarder André Westarp aus Ostenfelde probt Schemmelmann einmal pro Woche auf dem elterlichen Hof in Rinkerode. Im ausgebauten Dachboden im ehemaligen Wirtschaftsgebäude feilen die fünf Musiker derzeit an neuen Songs.

Hervorgegangen ist „Rocktool“ aus der Abi-Band des Abschlussjahrgangs 2000 am Immanuel-Kant-Gymnasium in Hiltrup. Der Auftritt auf dem Abi-Ball brachte den Stein ins Rollen. Im November 2000 gab die ehemalige Schülerband unter dem Namen „Rocktool“ ihr erstes Konzert im Sendenhorster Club Titanic. „Dort kamen wir mit den Veranstaltern des Erlbad Open Airs in Kontakt, wo wir 2001 das erste Mal spielten“, erklärt Carsten Ahlf (29). Im Erlbad spielte die Band erstmals vor gut 2 000 Zuschauern. Von 2001 bis 2004 war „Rocktool“ dann auch fester Bestandteil des Open Airs. „Da spielte dann die Creme de la Creme und wir“, lacht Sänger Daniel Glosemeyer. Dort trafen sie Stars wie Jürgen Drews, Mickie Krause oder die Hermes House Band. Auch Auftritte auf dem Münsteraner Eurocity-Fest sind in lebhafter Erinnerung geblieben. Etwa zehn bis zwölf Konzerte kommen jährlich dazu.

Der bislang größte Erfolg gelang „Rocktool“ 2008 mit dem Gewinn des Wettbewerbs „Westfalen rockt!“, der der Band besagten Titel einbrachte. „Als Westfalens beste Band durften wir unter anderem auf der Kegelparty in der Halle Münsterland spielen. Da kamen wir aber nicht so gut an“, schmunzelt Carsten Ahlf. Das Publikum habe einfach keinen ernsthaften Rock ohne Showeinlagen erwartet. „Es war trotzdem echt witzig“, ergänzt André Westarp.

Sich nicht zu ernst nehmen, ist ohnehin ein Teil der Bandphilosophie von „Rocktool.“ „Wir machen Musik weil es uns Spaß macht, dabei haben wir einen hohen musikalischen Anspruch“, erklärt Sänger Daniel Glosemeyer. Zum Repertoire der Band gehören zum Beispiel Songs von Madsen, den Kings of Leon, von Mando Diao oder den Foo Fighters. Alles mit eigener Note. Auch weil seit des berufsbedingten Ausscheidens des zweiten Gitarristen Christoph Sassenberg, viele Stücke zwangsläufig umgeschrieben werden müssen. „Die zweite Gitarre übernimmt dann quasi das Keyboard und macht eine neue Tonspur auf“, erklärt Daniel Glosemeyer.

Von den Beatsteaks coverte „Rocktool“ jüngst den Song „Milk and Honey“. Die Beatsteaks hatten einen Wettbewerb ausgeschrieben und veröffentlichten die besten zwei Einsendungen auf ihrer CD. Für „Rocktool“ reichte es diesmal zwar nicht für den Sieg, aber dafür dürfen die fünf Musiker ein Beatsteaks-Konzert ihrer Wahl besuchen. Natürlich gemeinsam. „Wir sind ja keine Zweckgemeinschaft, sondern sind auch einfach gern zusammen“, verrät André Westarp. Und das hört man auch in ihrer Musik. ▪ sh

http://www.rocktool.de

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