"Messlatte noch einmal etwas höher gehängt"

Drensteinfurt unterzeichnet Partnerschafts-Urkunde mit Ingré später noch einmal 

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Schwarz auf Orange ist Drensteinfurt nun in Ingré präsent. Wolfgang Fabian (Vorsitzender des Vereins Städterfreundschaft, von links), die Bürgermeister Carsten Grawunder und Christian Dumas, Franck Vignaud (in Ingré zuständig für Städtpartnerschaften) und Yves Cathelin (Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees von Ingré) hatten die Hinweistafel enthüllt.

Drensteinfurt/Ingré – Nach vier erlebnisreichen und intensiven Tagen in Ingré ziehen die Vorsitzenden der beiden Städtepartnerschaftskomitees eine positive Bilanz und werfen einen Blick in die gemeinsame Zukunft.

Zufrieden verabschiedeten die französischen Gasteltern und Komiteemitglieder am Freitagmorgen ihre Gäste mit einem letzten Frühstück in Richtung Heimat. Mehr als zufrieden waren die Drensteinfurter. Bevor die Drensteinfurter am Freitagmorgen nach Deutschland aufbrachen, enthüllte der Bürgermeister von Ingré, Christian Dumas, noch den Wegweiser nach Drensteinfurt. Das Schild mit der Aufschrift „Drensteinfurt 739 km“ hatte Bürgermeister Carsten Grawunder seinem französischen Amtskollegen bereits beim ersten Besuch einer Drensteinfurter Delegation 2017 in Ingré überreicht. 

Beim Frühstück hatten die Gastgeber eine kleine Überraschung parat. Eine Schulklasse sang in gutem Deutsch die von Friedrich Schiller verfasste und von Ludwig van Beethoven vertonte Ode „An die Freude“ und rührte mit seinem Auftritt den einen oder anderen zu Tränen. Nach Kaffee, Croissants, typisch französischem Kuchen und unzähligen Umarmungen brach der Bus, ein Stück des Weges geleitet von der Polizeieskorte, Richtung Heimat auf. Mit an Bord war für jeden Teilnehmer eine Tüte mit französischen Spezialitäten. 

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„Es waren tolle Tage, die Messlatte ist noch einmal etwas höher gehängt worden“, äußerte sich Bürgermeister Carsten Grawunder nach der Abfahrt. „Die Fahrt war intensiv, erfreulich und emotional“, erklärte er. Für die diejenigen, die bei der Urkundenunterzeichnung nicht dabei waren, hat der Bürgermeister eine gute Nachricht: „Wir werden auch in Drensteinfurt noch einmal Urkunden unterschreiben.“ Vorstellbar sei es, im kommenden Jahr einen Termin um den Zeitraum des Pferderennens zu wählen, so könnten die französischen Gästen das große Event kennenlernen.

Drensteinfurter in Ingré

Die Vorsitzenden beider Städtefreundschaftsvereine zeigten sich positiv und hoffnungsvoll. Yves Cathelin, Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees von Ingré, verglich die Bemühungen des Komitees mit einem Kolibri, der einen kleinen Wassertropfen spendet, um einen Waldbrand zu löschen. Der Tropfen müsse sich mit den vielen Wassertropfen der Vereine, Familien und Freunde vermehren, damit sich die Europabürger besser kennenlernen können. Dann fügte er hinzu: „Der Wassertropfen könnte der Stimmzettel für die Europawahl sein.“

Drensteinfurter in Ingré (1)

Der Vorsitzende des Vereins Städterfreundschaft, Wolfgang Fabian, teilt die Meinung seines französischen Pendants. „Wir müssen die Partnerschaft jetzt aktiv gestalten, um die Beziehung zu festigen“, stellte er fest. Darum hoffe er auf einen regen Austausch von Politik, Sport, Wirtschaft, Kultur und einen lebendigen Jugendaustausch. „Moderne Medien können dabei helfen, ersetzen aber nicht die persönlichen Kontakte“, machte Fabian deutlich.

Drensteinfurter in Ingré (2)

Zur Teilnahme an der Europawahl forderte auch die Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Karine Gloanec Maurin, auf, die es sich nicht hatte nehmen lassen, der Urkundenunterzeichnung am Donnerstagabend beizuwohnen. „Wir sind in großer Verantwortung für unser gemeinsames Europa, das wir zusammen aufbauen müssen“, so die Politikerin.

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