Peinlich: Vereine stellen Verwaltung mit Absagen vor vollendete Tatsachen

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Einen Renntag wird es in diesem Jahr nicht in Drensteinfurt geben, der Rennverein hat ihn abgesagt,

[Update] Drensteinfurt – Verantwortungsbewusstsein in der Corona-Krise zeigen mittlerweile mehrere Drensteinfurter Vereine und sagen bereits geplante und terminierte Großveranstaltungen ab.

Peinlich für die Stadt und den Kreis: Damit stellen sie die Verwaltungen und die Politik vor vollendete Tatsachen. 

Abgesagt haben: 

  • der Rennverein den 110. Renntag, der am 16. August hätte stattfinden sollen,
  • der Heimatverein den für den 22. August geplanten Westfalentag des Westfälischen Heimatbundes, den „Tag der offenen Gärten“ am 7. Juni und den „Tag der Natur“ am 30. August
  • und die Bauernschützen das Schützenfest, das vom 15. bis 17. Mai gefeiert werden sollte.

Seitens der Verwaltungen werden vorerst keine Veranstaltungen abgesagt, das stellte Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder nach der Telefonkonferenz zwischen Landrat und den Bürgermeistern des Kreises klar. Das Land sei in der Pflicht, mitzuteilen, ab welcher Personenzahl es sich um eine "Großveranstaltung" handelt, die laut Bundesregierung bis Ende August untersagt sind.

Damit hält Grawunder weiterhin sogar am Open-Air-Klassik-Event „Nabucco“ am 15. August auf dem Drensteinfurter Marktplatz fest, zu dem mehrere hundert Zuschauer erwartet werden. Verantwortungsbewusstsein sieht anders aus, denn es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass das Coronavirus bis dahin nicht ausgemerzt und die Ansteckungsgefahr nicht gebannt sein wird.

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