Noroviren im Malteserstift - Viele Bewohner erkrankt

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Zwei Rettungswagen standen am Donnerstag vor dem Malteserstift. In der Einrichtung sind die Noroviren ausgebrochen.

Drensteinfurt – Noroviren sind hochinfektiös und verursachen Bauchschmerzen und Durchfall. Sie verbreiten sich am liebsten dort, wo viele Menschen zusammenleben.

Seit vergangenem Sonntag haben sich auch einige Bewohner im Malteserstift St. Marien mit den Viren, die auf der ganzen Welt auftreten, infiziert. Bei 16 Bewohnern konnte das Virus nachgewiesen werden, durch umfangreiche Maßnahmen ist die Zahl der Erkrankten mittlerweile schon auf vier gesunken.

Vor dem Norovirus ist niemand sicher, er tritt besonders häufig in der kalten Jahreszeit auf und macht in Schulen, Kindergärten, Kliniken und Altenheimen seine Runde. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch vergehen oft nur wenige Stunden. Der Magen-Darm-Infekt ist unangenehm, aber nur selten lebensgefährlich und in der Regel nach wenigen Tagen überstanden.

Enge Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt

„Seitdem wir die Bestätigung haben, dass das Norovirus für die Durchfall- und Erbrechenfälle verantwortlich ist, arbeiten wir eng mit dem Gesundheitsamt zusammen“, informiert Pflegedienstleitung Agnes Junker. Von den 80 Bewohnern hatten sich 16 Senioren, dazu vier Mitarbeiter, mit dem Virus infiziert.

Es gebe genaue Vorschriften, wie sich die Mitarbeiter verhalten müssen. Dazu gehöre zum Beispiel der Mundschutz ebenso wie spezielle Kittel und die Desinfektion der Handläufe. Sämtliche Veranstaltungen wurden abgesagt. Das gilt beispielsweise auch für die Freitagsmesse heute um 10.30 Uhr.

Arbeit nur noch im eigenen Bereich

Alle Mitarbeiter – egal ob Reinigungs-, Pflege- oder Hauswirtschaftspersonal – arbeiten nur noch in ihrem eigenen Bereich, um das Virus und seine Ausbreitung zu stoppen. „Bisher ist uns das gut gelungen“, berichtet Junker. Obwohl sich das Norovirus normalerweise wie ein Feuer ausbreite, konnte er bis jetzt auf den unteren Wohnbereich beschränkt werden. Auch sei es eine beruhigende Nachricht, dass zurzeit nur noch vier Senioren als infektiös gelten.

Natürlich werden auch im Obergeschoss die gleichen Vorsichtsmaßnahmen angewendet. „Wir unternehmen alles, um unsere Bewohner zu schützen“, erklärt die Pflegedienstleitung.

Herkunft noch nicht geklärt

Wie das Norovirus ins Malteserstift gekommen ist, konnte nicht verifiziert werden. „In der Regel wird er von außen ins Haus gebracht“, berichtet Junker.

Sie sei den Mitarbeitern, die so gut mitarbeiten und durchhalten, sehr dankbar, versichert sie weiter. Solange das Haus nicht als frei von Noroviren bestätigt werde, und das sei es frühestens 48 Stunden, nachdem keine Viren mehr nachgewiesen werden können, bittet sie die Drensteinfurter und Auswärtigen, von Besuchen Abstand zu nehmen. Sobald Entwarnung gegeben werden kann, seien Besucher wieder gerne gesehen.

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