„Dritte“ des Aufklärungsbataillons 7

Neuer Chef für Patenkompanie: Jan Schelling löst Gerrit Sperling ab

Wechsel in der Drensteinfurter Patenkompanie: Major Gerrit Sperling (links) geht nach Leipzig. Für ihn hat Hauptmann Jan Schelling die „Dritte“ des Aufklärungsbataillons 7 in der Ahlener Westfalenkaserne übernommen.
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Wechsel in der Drensteinfurter Patenkompanie: Major Gerrit Sperling (links) geht nach Leipzig. Für ihn hat Hauptmann Jan Schelling die „Dritte“ des Aufklärungsbataillons 7 in der Ahlener Westfalenkaserne übernommen.

Hauptmann Jan Schelling ist der Neue: Er hat die Drensteinfurter Patenkompanie, die „Dritte“ des Aufklärungsbataillons 7, übernommen.

Ahlen/Drensteinfurt – Für den 34-jährigen Jan Schelling sind die Aufklärer nichts Neues. Er hat bereits einige Mali-Einsätze hinter sich.

Allerdings ist die Westfalenkaserne im Münsterland für ihn schon ein Stück Wegs, mehr als 700 Kilometer Anfahrtsweg ist für Schelling eine beachtliche Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort. Lebt er doch mit seiner Frau und Sohn in Bayern. Ganz pragmatisch wird er pendeln. „Das gehört nun mal zum Soldatenberuf“ sagt er. Die ansehnliche Entfernung kann die Freude auf die neue Stellung nicht trüben: „Ich freue mich auf diese anspruchsvolle Herausforderung, die jetzt vor mir liegt.“

Digitale Pflege von Patenschaften

Die Stellung des Kompaniechefs wird von vielen Offizieren als die schönste Aufgabe angesehen, doch ist das in Corona-Zeiten eingetrübt. Die Nähe zu den eigenen Soldaten ist dadurch deutlich beschränkt. So beherrscht die verordnete Distanz alle Ebenen in der Truppe – was in einem Dienst, der sowohl Kameradschaft als auch Gemeinschaft als Basis hat, schwierig umzusetzen ist. Der Dienstalltag findet auch in seiner „Dritten“ weitgehend digital statt. Für Schelling ist es dabei besonders bedauerlich, dass die Pflege von Patenschaften oder zivilen Freundschaften am Standort faktisch ausgesetzt sind.

Das hat auch sein Vorgänger Major Gerrit Sperling erfahren. „Meine drei Jahre in Ahlen waren im Grunde dreigeteilt“, resümiert er. Sein erstes Jahr ging schnell vorbei. „Allerdings war ich auch sechs Monate im Einsatz in Afghanistan“, erinnert sich der Major. Das folgende war ein Jahr des normalen Dienstablaufs, dafür wurde es im dritten durch Corona ganz und gar außergewöhnlich.

Besonders ist ihm die Patengemeinde Drensteinfurt nahegekommen. „Leider waren wir gezwungen, viele Projekte abzusagen, als unsere Zusammenarbeit gerade in Fahrt kam“, bedauert der 38-Jährige. Am Tag vor der Übergabe der Kompanie stand ein Besuch bei Bürgermeister Carsten Grawunder an. Sowohl um sich zu verabschieden, als auch seinen Nachfolger vorzustellen. Major Sperlings weitere Verwendung führt ihn nun ins Ausbildungskommando in Leipzig. - Peter Schniederjürgen

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