Kulturbahnhof

Neue Struktur fürs Ferienprogramm unter Corona-Bedingungen

Das Baucamp beim Ferienspaß in Drensteinfurt
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Teamwork ist angesagt: Klassiker wie Halli-Galli und Minilon werden Corona-bedingt beim Ferienprogramm in diesem Jahr nicht angeboten, das Baucamp jedoch soll stattfinden.

„Niemand kann heute verbindlich sagen, ob es im Sommer ein Ferienprogramm für Kinder geben darf oder wie dann die Vorgaben dafür aussehen werden“, sagt Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck. Die Tendenz bei den Infektionszahlen und die laufende Impfkampagne gäben aber Grund zur Hoffnung.

Drensteinfurt - Im Kulturbahnhof laufen die Vorarbeiten deshalb inzwischen auf hohen Touren. Hier verfügt man bei der Organisation von coronagerechten Ferienprogrammen schon über reichlich Erfahrung. Ganze 568 Angebote wurden im Sommer 2020 vom Team gemanagt, außerdem die Jugendkulturwoche in den Herbstferien. Zuletzt wurde innerhalb von zwei Tagen ein Osterferienprogramm aus dem Boden gestampft.

Bevor es an die Detailplanung für den Sommer geht, mussten einige grundlegende Fragen geklärt werden. Spruchreif ist inzwischen Folgendes:
- Die Großveranstaltungen Halli-Galli und Minilon können in diesem Jahr wieder nicht stattfinden. „Das Ferienprogramm soll nicht zum Superspreader werden“, betont Rüdiger Pieck.
- Die 2020er-Ersatzveranstaltungen Kuba-Galli und Kubalon sollen in dieser Form aber auch nicht angeboten werden. Stattdessen wurde ein neues Rahmenkonzept erarbeitet.
- Das Baucamp kann wie gewohnt in der dritten Ferienwoche stattfinden, rückt aber von der zweiten Wochenhälfte in die erste.
- Ob SKIFF, DSC und die Pfadfinder tatsächlich ins Ferienlager fahren, steht noch nicht fest. Die Rinkeroder Ferienfreizeit (Riff) wurde ja bereits abgesagt. Die Teams von SKIFF und DSC haben schon angekündigt, sich wieder mit Angeboten am Ferienprogramm zu beteiligen, sollten die Fahrten ins Ferienlager nicht stattfinden dürfen.
- Die Angebotsformen „Betreuung“ und „Freizeitgestaltung“ bleiben auch in diesem Sommer strikt voneinander getrennt. Betreuungsbedarf wird in den ersten drei Ferienwochen durch die Offenen Ganztagsschulen gedeckt. Im Ferienprogramm finden sich nur die Angebote zur Freizeitgestaltung.

„Damit das Ferienprogramm Kindern und Teamern in diesem Jahr noch mehr Spaß macht als im letzten, bekommt das Ferienprogramm eine neue Grundstruktur“, erläutert Pieck. Weniger kleinteilig soll es diesmal ausfallen, dafür mehr Gruppenerlebnisse bieten. Und insgesamt übersichtlicher sein. Außerdem sollen Kinder – auch bei laufenden Veranstaltungen – mehr Möglichkeiten haben, sich selbst einzubringen.

Dazu bieten die Projekte viele Möglichkeiten. „Manche Kinder bauchen konkrete Strukturen, andere lieben offenen Angebote“, weiß Pieck aus Erfahrung. Bestes Beispiel: „Manche Kinder wollen drei Tage Fußball spielen , andere kommen jeden Tag neu zum Sportplatz und entscheiden vor Ort, welchen Sport sie dort ausüben wollen.“ Junge Menschen zu beteiligen, sei ungemein wichtig in der Kinder- und Jugendarbeit, sagt Pieck. Dazu waren sie schon in den Osterferien eingeladen: Alle Kinder, die am Ferienprogramm teilgenommen haben, konnten anschließend Wünsche für die Sommerferien äußern.

Und da gab es viele konkrete Ideen: Klettern stand gleich zwölf Mal auf dem Wunschzettel, Basteln wollen elf Kinder. Weitere Wünsche: Freibad, Wasserspiele und Töpfern (jeweils sieben), Tiere (sechs) sowie Schwimmen und Natur entdecken (je vier). Um das verwirklichen zu können, haben sich die Organisatoren von den Wochenmottos des letzten Jahres verabschiedet. An deren Stelle tritt nun eine neue Wochenstruktur, die mindestens die ersten vier Ferienwochen gliedern soll. . Die Vormittage von Montag bis Mittwoch sind für Projekte reserviert. Hier arbeiten Kinder und Teamer drei Tage lang als kontinuierliche Gruppe zusammen. Welche Projekte im Einzelnen angeboten werden, steht noch überhaupt nicht fest. Hier dürfen gerne noch weitere Wünsche geäußert werden.

.Auch am Donnerstag und Freitag soll mehr Zeit in Gruppen verbracht werden. Dann stehen Tagesaktionen auf dem Programm. Das können Ausflüge sein oder größere Spielaktionen vor Ort. Flankiert werden Projekte und Tagesaktionen durch einzelne Workshops am Nachmittag oder Abend. Wobei die späten Workshops Angeboten gewidmet sein werden, die wirklich in die Abendstunden gehören: einem Casino, einer Nachtwächterführung oder einem Gruselfest.

Unklar ist, wie viele Kinder im Sommer jeweils an den Angeboten teilnehmen dürfen. Hier müssen die dann in NRW geltenden Regeln abgewartet werden. Für die Planung orientieren sich die Veranstalter an den Vorgaben aus dem letzten Jahr. Die meisten Projekte, Workshops und Tagesaktionen werden wieder rund um den Kulturbahnhof stattfinden. Es soll aber in jeder Woche auch Angebote in Rinkerode und Walstedde geben, um Kindern und Eltern zu viel Fahrerei zu ersparen. Alle Gruppen und Vereine sind eingeladen, sich mit eigenen Veranstaltungen am Ferienprogramm zu beteiligen Pieck: „Selbstverständlich dürfen und sollen diese ihre Angebote so organisieren, wie es für sie am besten zu verwirklichen ist. Falls es dabei gelingt, die beschriebene Grundstruktur aufzugreifen – umso besser!“

Kontakt
Alle Fragen zum Ferienprogramm beantwortet das Team des Kulturbahnhofs um Jugendpfleger Rüdiger Pieck per Mail an kulturbahnhof@drensteinfurt.de oder telefonisch unter 02508/9951410.

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