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Neue Regelungen für die Übergangsheime: Bußgelder möglich

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Von: Linda Ehrhardt

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Übergangsheime in Drensteinfurt sollen künftig rechtlich auch für Obdachlose nutzbar sein.
Eine neue Satzung über die Unterhaltung von Übergangsheimen in Drensteinfurt wurde abgenickt. © Patrick Pleul/dpa

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben die neue Satzung über die Unterhaltung von Übergangsheimen abgenickt. In der finden sich einige sprachlichen Aktualisierungen. Grundlegendste Änderungen sind die Möglichkeit, künftig Bußgelder zu erheben, sowie die Berechnungsgrundlage für die Gebühren, die die Stadt von den Bewohnern erhebt.

Drensteinfurt – Bisher berechnete die Stadt die Gebühren anhand der bewohnten Quadratmeter. „Das haben wir in eine Pro-Kopf-Pauschale geändert“, berichtete Bürgermeister Carsten Grawunder. Katrin Adolf vom Fachbereich 4 (Familien, Schulen, Sport und Soziales) erläuterte, dass sich dadurch der Verwaltungsaufwand deutlich reduziere. „Bisher war es ein Heidenaufwand, wenn jemand umzieht“, sagte sie. Nicht nur derjenige, der die Unterkunft wechselte, musste benachrichtig werden, sondern auch diejenigen, die bisher mit ihm zusammenwohnten, und diejenigen, die künftig mit ihm zusammenwohnen. Dieser Aufwand der erneuten Gebührenfestsetzung entfalle künftig durch die Pro-Kopf-Pauschale, so Adolf.

Künftig erhebt die Stadt eine Benutzungsgebühr von 214 Euro pro Monat und Person. Enthalten ist darin ein Anteil für die Heizkosten (24,29 Euro) und die Stromkosten (14,97 Euro). Im Herbst, so Grawunder, wolle die Stadt sich die Gebühren anschauen und prüfen, ob sie so bleiben können, oder angepasst werden müssen.

Bisher war es ein Heidenaufwand, wenn jemand umzieht.

Katrin Adolf

Bisher erhob die Stadt eine Grundgebühr von 5,80 Euro pro Quadratmeter statt 11,68 Euro je Quadratmeter für eine kostendeckende Gebühr. Die Verbrauchskosten lagen bei 4,95 Euro pro Quadratmeter (kostendeckend). Von der Änderung seien ungefähr 50 Leute betroffen, die die Gebühren selbst bezahlen, so Adolf.

Eine weitere Veränderung ist die Möglichkeit, Bußgelder zu verhängen. „Früher hatten wir keine Handhabe, wenn zum Beispiel jemand im Haus geraucht hat, obwohl das verboten ist. Jetzt können wir das besser durchsetzen“, erläuterte Adolf.

Wohnheime in Drensteinfurt

Folgende Übergangswohnheime nutzt die Stadt Drensteinfurt derzeit: Albersloher Straße 13, Ameke 52, Am Knapp 1, Am Ladestrang 1, An der Pferdebahn 1a, Böcken 14, Brink 17, Bürener Straße 10, Bürener Straße 22, Hammer Straße 18, Hoflinde 2, Konrad-Adenauer Straße 21, Mägdestiege 10, Marienstraße 30, Münsterstraße 21, Münsterstraße 24, Ossenbeck 13, Pastors Garten 9, Riether Straße 62, Riether Straße 95, Sendenhorster Straße 10.

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