Nahversorgungszentrum Breemühle: Das Grün muss weichen

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Das Grün muss Parkplätzen weichen.

DRENSTEINFURT - Brombeeren, Heckenrosen, Weißdornbüsche und kleine Bäume, die sich derzeit noch zwischen dem Lidl-Parkplatz und der Sendenhorster Straße am Nahversorgungszentrum Breemühle befinden, müssen im Zuge der Erweiterung des Discounters bereits in einigen Tagen weichen.

Wo sich Baum- und Heckenpflanzen zu dichten Gehölzinseln verbinden, stellen sich nämlich schon bald auch die „Bewohner“ solcher Biotope ein – insbesondere die heimischen Singvögel. Je nach Witterung beginnen Amsel, Meise, Buchfink und Co. schon im März mit dem Brutgeschäft.

Um dies nicht zu gefährden, hat der Landesgesetzgeber das Roden von Hecken und Gebüschen nach dem 28. Februar verboten. Zwar kann die Untere Landschaftsbehörde in besonderen Fällen Ausnahmen zulassen, dennoch sollten Rodungen, sofern sie planbar sind, bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Aus diesem Grunde werden die Landschaftsbauern mit der Beseitigung der Gehölze zwischen dem Lidl-Parkplatz und der Sendenhorster Straße voraussichtlich ab dem 10. Februar beginnen. Dadurch soll im Zuge der Lidl-Vergrößerung Platz für weitere Parkplätze und Zufahrten geschaffen werden.

Für die Singvogelwelt sei der Verlust der Gehölze zu verkraften, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Schließlich blieben auf der Fläche des Einkaufscenters und entlang der Werse genügend Grünflächen bestehen. Die Tiere könnten leicht ausweichen.

Das Roden der Gehölze ist ein vorbereitender Schritt für die Erweiterung des Nahversorgungsstandortes Richtung Sendenhorster Straße (WA berichtete). Weil die Verkaufsfläche größer wird, müssen zusätzliche Parkplätze geschaffen werden.

Die können aber nur nördlich der Anglerhütte auf der Grünfläche angelegt werden. Während der Rodungsarbeiten müssen möglicherweise einzelne Plätze des Lidl-Parkplatzes kurzfristig abgesperrt werden, so die Stadt. Der Betrieb geht aber weiter.

Derzeit wird das Baurecht für den Nahversorgungsstandort Breemühle geschaffen. Der Bebauungsplanentwurf, den der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am 27. Januar beschlossen hat, wird im Februar öffentlich ausgelegt. Alle Drensteinfurter können dann Anregungen zum Entwurf einreichen. -da/sho

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