Enorme Hilfe bei Kaminbrand in Drensteinfurt

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Drensteinfurt - 64 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Schornsteinfeger Udo Baune verhinderten am vergangenen Donnerstag, dass das Haus in der Bahnhofstraße 28 in Drensteinfurt nach einem Kaminbrand den Flammen zum Opfer fiel. Den Familien Maier und Frede, die dort wohnen, ist es jetzt ein großes Anliegen, Danke zu sagen. Danke an die Nachbarn sowie kompetenten Helfer, die ehrenamtlich und freundlich den schlimmsten Schaden abgewendet haben.

Annegret Frede steht noch immer unter dem Eindruck der Ereignisse, die am Donnerstagabend ihren Anfang nahmen. Es war der 15-jährige Kevin, dem auffiel, dass in der oberen Etage Rauch aus der Steckdose kam. Sofort alarmierte er seine Eltern, gleichzeitig ging der Rauchmelder los. Zunächst vermutete Annegret Frede, dass der Kamin daran Schuld sei, sie kontrollierte die Batterien des Rauchmelders, der aber sofort wieder ansprang. Nachdem Kevin die Steckdose aufgeschraubt hatte und der Rauch aus der Mauer kam, liefen sie aus dem Haus und stellten fest, dass der Kamin brannte. 

Schnell alarmierte Annegret Frede die Feuerwehr, die zunächst von einem harmlosen Kaminbrand ausging. Als dann der Schornsteinfeger hektisch wurde, wussten sie, dass die Lage sehr ernst ist. Von draußen beobachteten sie mit zunehmender Sorge das Geschehen. 

Dankbar war sie für die spontane Hilfe von Familie und Nachbarn, der eine nahm die beiden Jungen Kevin und Alen auf, ein anderer die Hunde, den Schnauzer Fynn und den Labrador-Retriever Sinah, ein weiterer Nachbar brachte Kaffee und etwas zu essen. „In der Not halten alle zusammen“, fasst Elke Maier zusammen. „Wir haben so viele Bettenplätze angeboten bekommen“, erklärt sie immer noch beeindruckt. 

Den größten Eindruck habe aber das Verhalten der Feuerwehrmänner bei ihr hinterlassen. Mehr als fünf Stunden kämpften sie um das Haus der Familien. „Dabei blieben sie freundlich, ruhig und nie genervt“, erzählt Annegret Frede. „Sie haben super umsichtig gearbeitet und jede extra Verschmutzung vermieden“, berichtet Elke Maier. Das sei nicht selbstverständlich und darum sei es ihnen ein Bedürfnis, Lob zu äußern. 

Selbst als sie nach Mitternacht unter Vorbehalt wieder in ihr Haus durften, seien zwei Stunden später noch einmal zwei Männer der Feuerwehr gekommen, um die Sicherheitslage zu überprüfen, obwohl sie am anderen Morgen zur Arbeit und Schule mussten. Schornsteinfeger Baune hatte am Kamin einen zusätzlichen Rauchmelder installiert. 

Die Maiers und Annegret Frede sind noch immer überwältigt. „Wir hatten so viel Glück“, erzählen sie, sich darüber bewusst werdend, wie kurz ihr Haus vor dem Abbrennen stand. „Ich sehe jetzt die Situation der Flüchtlinge, die kein Zuhause mehr haben, mit ganz anderen Augen“, teilt Elke Maier mit. Warum der Kamin gebrannt hat, konnte nicht festgestellt werden. „Wir haben uns an alle Regeln gehalten“, berichten die Bewohner. 

Feststehe: Der Kamin, der sowieso nicht mehr benutzt werden darf, wird nicht ersetzt werden. „Zweimal brauchen wir das nicht“, erzählen sie. Nach ihrer Erfahrung raten sie allen: „Montiert euch Rauchmelder“, die helfen im Ernstfall Schlimmeres zu verhüten.

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