Verkehrsminister Hendrik Wüst reiste an

Beitrag zur Mobilitätswende: Demnächst geht‘s von Herbern bis Ahlen mit dem Rad

Symbolischer Akt: Zum ersten Spatenstich für den Bürgerradweg von Herbern bis zum Bahnhof Mersch waren Vertreter der beteiligten Kommunen und Kreise, des Landesbetriebes NRW, der Politik und auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst gekommen.
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Symbolischer Akt: Zum ersten Spatenstich für den Bürgerradweg von Herbern bis zum Bahnhof Mersch waren Vertreter der beteiligten Kommunen und Kreise, des Landesbetriebes NRW, der Politik und auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst gekommen.

Ein Schritt in Richtung Mobilitätswende soll er sein, der neue Bürgerradweg entlang der L 671 von Herbern bis Mersch. Nun war der Spatenstich. Das Projekt soll helfen, das Radfahren attraktiver zu machen.

Drensteinfurt / Mersch / Herbern – Die Markierungen entlang der L 671 weisen schon einige Zeit auf den geplanten Bürgerradweg hin, der von Herbern bis zum Bahnhof Mersch geplant ist. Am Freitag fand der symbolische erste Spatenstich statt, zu dem Vertreter der beteiligten Kommunen und Kreise, des Landesbetriebes NRW, der Politik und auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst gekommen waren.

Neuer Bürgerradweg soll Mobilitätswende vorantreiben

„Das Fahrrad hat absolute Hochkonjunktur“, stellte Wüst fest. In der Coronazeit hätten viele Bürger das Fahrrad den öffentlichen Verkehrsmitteln vorgezogen. Rund 80 Prozent der verkauften Räder für Erwachsene seien mittlerweile Pedelecs. Im Münsterland betrage der Fahrrandanteil derzeit rund 25 bis 35 Prozent. Dafür brauche es Fahrradwege – und die benötigten Gelder und Planungen. Am Geld scheitert es jedenfalls wohl nicht: „102 Millionen Euro wird für das Thema Radwege im Haushalt zur Verfügung gestellt“, informierte er.

Die Planungsverfahren sollten jedoch schneller vollzogen werden. „Warum braucht es Umweltverträglichkeitsprüfungen für Radwege außerhalb von Schutzgebieten?“, fragte er. Er werde sich dafür einsetzen, dass diese nicht mehr erforderlich sein werden. Wenn ein Radweg demokratisch beschlossen werde, dann solle er auch realisiert werden, nicht sofort, aber zügig, so der Minister.

Für den neuen Radweg: 17 Familien gaben ihr Land ab

Das bürgerschaftliche Engagement hob der Verkehrsminister besonders hervor. „17 Familien haben Land und Boden abgegeben. Das ist die höchste Form des Engagements“, versicherte er. 1,3 Millionen Euro wird das Land bei dem circa zwei Millionen teuren Radweg beisteuern, teilte er mit.

„Es ist ein wunderbarer Termin heute“, verkündete Aschebergs Bürgermeister Thomas Stohldreier. Dass eine so große Runde für den Spatenstich zusammengekommen sei, dafür gebe es drei Gründe: Zum einen sei die Mobilitätswende ein wichtiges Zukunftsthema. Damit diese gelinge, brauche es den Radweg, der die Bürger mit dem Bahnhof in Mersch verbinde. „Wir können unsere Mobilität miteinander verknüpfen bis nach Münster und Hamm.“ Es sei ein Schritt, um vom Auto aufs Rad umzusteigen.

Für den Radweg: Mehrere Gemeinden arbeiten zusammen

Ein weiterer großer Grund sei die interkommunale Zusammenarbeit: Es sei nicht selbstverständlich, dass man an Kreis- und Gemeindegrenzen so gut kommuniziert. „Wir haben hier kein Kirchturmdenken“, lobte er. So habe zum Beispiel der Kreis Coesfeld die wasserrechtliche Genehmigung für beide Kreise eingeholt. „Man sieht: Es ist ein Mannschaftsspiel, das wir hier veranstalten“, stellte Stohldreier fest.

Als dritten Grund nannte er den Umstand, dass es sich um einen Bürgerradweg handele. „Mobilität, ohne den Bürger mit einzubeziehen, geht nicht“, versicherte er.

Radweg: Wichtiger Beitrag für eine gute Infrastruktur

Carsten Grawunder, Bürgermeister von Drensteinfurt, betonte: „Wir brauchen eine gute Infrastruktur. Nur mit gut ausgebauten sicheren Radwegen machen wir es den Menschen leicht, auf das Rad umzusteigen.“ Der Radweg sei ein weiterer Schritt in Richtung Mobilitätswende.

Der Landrat vom Kreis Coesfeld Dr. Christian Schulze Pellengahr versprach, den Radverkehr weiter zu unterstützen und zu fördern. Der Radverkehr ende nicht an der Kreisgrenze, darum sei es schön, dass das hier so gut geklappt hat.

Vision: Ist der Radweg fertig, geht es an der L 671 von Herbern bis Ahlen

Hubertus Ebbeskotte, Leiter Betrieb und Verkehr Landesbetrieb Straßen NRW, der so gut wie jeden Radwegbau begleitet hat, bemerkte: „Jeder Radweg ist ein Unikat, jeder verläuft anders.“ Das Bedürfnis, sicher fahren zu können, sei jedoch für alle Radwege gleich. „300 Kilometer Radwege in 170 Projekten unter der Beteiligung von bestimmt 1000 Bürgern sind bereits entstanden“, zählte Ebbeskotte auf.

Wenn der Radweg an der L 671 fertig sei, könne man auf einer Länge von 15 Kilometern von Herbern über Mersch und Walstedde bis nach Ahlen kommen.

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