Winterwunderland

Mit Liebe zum Detail: Christine und Ulrich Schäper bauen Spielzeugdorf im eigenen Wohnzimmer

Detailverliebt: Eine eigene kleine Weihnachtswelt haben Christine und Ulrich Schäper in ihrem Wohnzimmer in Rinkerode aufgebaut.
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Detailverliebt: Eine eigene kleine Weihnachtswelt haben Christine und Ulrich Schäper in ihrem Wohnzimmer in Rinkerode aufgebaut.

Eine eigene kleine Weihnachtswelt haben Christine und Ulrich Schäper in ihrem Wohnzimmer aufgebaut. Angefangen hat alles mit einem einzigen Riesenrad.

Rinkerode – Etliche beleuchtete Häuser, Kirchen, Läden, ein Dom und eine Dorfkirche, unzählige geschäftige Menschen, Bäume und Tiere tummeln sich auf der mit künstlichem Schnee bestreuten Platte. In der Mitte fährt die Eisenbahn unermüdlich ihre Kreise, das Karussell dreht sich, und auf der Schlittschuhbahn sausen Kinder über die Eisfläche. Begonnen hatte alles im ganz kleinen Rahmen.

Im Gartencenter Newel entdeckte Christine Schäper vor zehn Jahren eine Miniaturausgabe eines bunt beleuchteten Riesenrads der Firma Lemax. „Ich fand das einfach schön“, erinnert sie sich. Damals hat sie keinen Gedanken daran verschwendet, dass daraus mal eine ganze Stadt werden könnte. Ein Jahr später fanden zwei weitere Häuser bei ihr Einzug. „Eigentlich reichte das“, sagt sie. Und doch erweiterte sie Jahr für Jahr ihre Sammlung, bekam von Verwandten kleine Figuren zum Geburtstag oder kaufte sich selber etwas Neues.

Mit Liebe zum Detail

Immer im November beginnt das Paar mit dem Aufbau. Jedes Jahr werden die Figuren und Häuser anders aufgestellt. Vor dem Dom singt ein Chor, ein Schuhputzer steht neben dem Laden, der Nikolaus schaukelt in einer Hängematte, Menschen sitzen um ein kleines Feuer und ein Fotograf hält die Szene fest.

Regelmäßig verändert sich der Hintergrund. Einmal gab es sogar einen Sternenhimmel als Kulisse, berichtet Ulli Schäper. „Es gibt hier soviel zu schauen und zu entdecken“, freut sich seine Frau. Mehrmals am Tag betrachtet sie fasziniert das weihnachtliche Getümmel und kann sich gar nicht sattsehen an der liebevoll aufgebauten Szenerie.

Mehr als zehn Häuser und über 100 Figuren sind dort zu finden, auch ihr Lieblingsobjekt, eine Bäckerei mit einem kleinen beleuchteten Weg, der in die Tiefe führt.

Weihnachtliches Wimmelbild: Ehepaar Schäper aus Rinkerode und ihr Winterwunderland 

Weihnachtliches Wimmelbild: Ehepaar Schäfer aus Rinkerode und ihr Winterwunderland 
Weihnachtliches Wimmelbild: Ehepaar Schäfer aus Rinkerode und ihr Winterwunderland 
Weihnachtliches Wimmelbild: Ehepaar Schäfer aus Rinkerode und ihr Winterwunderland 
Weihnachtliches Wimmelbild: Ehepaar Schäfer aus Rinkerode und ihr Winterwunderland 
Weihnachtliches Wimmelbild: Ehepaar Schäper aus Rinkerode und ihr Winterwunderland 

Kostspielieges Projekt

„Eigentlich ist das ja das Hobby meiner Frau“, verrät Ulli Schäper, dann fügt er an: „Ich durfte mich hier aber auch verwirklichen“, und zeigt auf die Eisenbahn in der Mitte der Platte. Mittlerweile ist es ein Gemeinschaftsprojekt geworden, das zugegebener Maßen nicht ganz billig ist, denn ein größeres Haus kostet mehr als 100 Euro.

Doch nicht nur das Ehepaar selber freut sich daran, auch die Kinder und die acht Enkelkinder sind jedes Jahr zu Weihnachten aufs Neue gespannt. „Dann stehen die beiden Kleinsten mit ihren sechs Jahren staunend davor“, freut sich die Großmutter. „Die Enkelkinder dürfen die Figuren auch gerne anfassen und auch mal versetzen“, sagt sie. Und weil sie das allzu gerne machen, sei sie ein wenig sparsam mit dem Schnee gewesen, der schon mal auf den Boden fällt.

Dreidimensionales Wimmelbild

Mit den Jahren hat sich ein kleines Ritual eingeschlichen. „Die Kinder müssen immer drei Dinge suchen“, verrät sie. Mitten im Getümmel versteckt sitzen Ulli und Oma auf der Bank und knutschen, an einer anderen Stelle macht Ulli der Oma einen Heiratsantrag und recht leicht zu finden trägt er Oma über die Türschwelle. „Das ist fast wie ein Wimmelsuchbild“, sagt sie verschmitzt. Natürlich wollen die Kleinen auch die Musik hören, die all die Häuser und Karussells spielen. „Das ist dann ein buntes Durcheinander wie auf einem typischen gut besuchten Weihnachtsmarkt“, erklärt sie. Den Enkelkindern gefalle das, aber die Kinder könnten das nur eine kurze Zeit aushalten, schildert sie mit einem Augenzwinkern.

In diesem Jahr habe sie die Weihnachtskulisse um einige Bäume, Laternen und Figuren erweitert. „Wir hatten durch Corona besonders viel Zeit“, erklärt sie. Normalerweise stehen die Personen im größeren Abstand, aber in diesem Jahr habe sie alle Figuren extra nah zusammengestellt. „Wenn man schon im wirklichen Leben Abstand halten muss, sollen das die Figuren auf keinen Fall tun“, sagt sie.

Weihnachtsdorf wächst immer weiter

Weil das Gartencenter Newes in diesem Jahr sein Geschäft aufgegeben hat, wollte sie auch nichts Neues kaufen, bis sie dem Gartencenter Emsflower in Emsbüren einen Besuch abgestattet hat. „Dort gab es in einer riesigen Halle so viele Exponate der Firma Lemax, das hat uns sprachlos gemacht“, erinnert sich der 66-Jährige. Er habe sich nicht vorstellen können, was alles möglich ist. „Wir hatten ja auch nie einen Katalog“, erklärt er.

Auf dem Weg nach Hause waren ein Glühweinstand und eine Sauna im Gepäck. Und das wird für dieses Jahr nicht das letzte neue Teil sein. „Meine Frau ist am Freitag 70 Jahre alt geworden und der eine oder andere hat sicherlich als Geschenk eine Überraschung für ihre Sammlung“, erläutert Schäper.

Bis Ende Januar bleibt das Weihnachtsdorf stehen, dann wird alles einzeln in Papier verpackt und vorsichtig verstaut bis zum nächsten Jahr.

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