Corona-Pandemie

Mirjam-Gemeinde verschiebt Konfirmationen

Die evangelische Martinskirche in Drensteinfurt
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In der Martinskirche der Mirjam-Gemeinde Drensteinfurt sind die für den 1. und 8. Mai geplanten Konfirmationen abgesagt worden. Sie sollen in die Sommerferien verschoben werden

Drensteinfurt/Ascheberg – Das Presbyterium der Evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde hat aufgrund der rasant steigenden Inzidenzwerte in der vergangenen Woche in Drensteinfurt und der Bitte des Bürgermeisters von Drensteinfurt, Carsten Grawunder, die die Gemeinde am vergangenen Freitag erreichte, beschlossen, alle Konfirmationen zu verschieben und Präsenzgottesdienste bis einschließlich 16. Mai abzusagen.

Die Präsenzgottesdienste sagt die Mirjam-Gemeinde sowohl für die Martinskirche in Drensteinfurt als auch für die Gnadenkirche in Ascheberg ab. Zur Einordnung: Die Sieben-Tage-Inzidenz für Drensteinfurt lag am Montag vor einer Woche noch bei 51,4, am Montag, 22. April, lag die Inzidenz bei 147,9. „Wir haben im Presbyterium lange darüber diskutiert und uns schweren Herzens entschlossen, unserer eigenen Einschätzung und der Bitte des Bürgermeisters nachzukommen“, erklärt Pfarrerin Ludwig.

Die Mirjam-Gemeinde habe in den vergangenen Wochen alles daran gesetzt, den Jugendlichen trotz der Pandemie die Konfirmation zu ermöglichen. In Aschberg hatte Ludwig am vergangenen Wochenende noch „zwei Minigruppen“ open air vor der Gnadenkirche konfirmiert. Schließlich lag die Inzidenz im Kreis Coesfeld noch deutlich unter 100, während sie im Kreis Warendorf am Sonntag bei 162,7 lag. Die übrigen Konfirmanden aus Ascheberg sind im September dran.

Drensteinfurts Bürgermeister Grawunder habe in seinem Schreiben zu Konfirmationsfeiern noch einmal darauf hingewiesen, dass private Feiern derzeit verboten sind, egal mit wie viel Personen. Zudem habe er telefonisch erläutert, dass die rasant steigenden Inzidenzen alle durch private Kontakte erfolgt seien.

Keine Ausnahme für private Feiern

Das ist auch Ludwig bewusst. „Wir möchten als Kirchengemeinde durch unsere Konfirmationsfeiern nicht den Eindruck erwecken, als gäbe es für private Konfirmationsfeiern eine Ausnahmegenehmigung als private Feiern, wenngleich unsere als Open-Air-Einzelkonfirmationen geplanten Gottesdienste aus unserer Sicht keine Gefährdung darstellen würden“, betont Ludwig.

Leider sei es auch in Drensteinfurt zu einer Ausbreitung der britischen Variante gekommen. Die Stadt Drensteinfurt setze alles daran, diese Ausbreitung zu stoppen. Und die Evangelische Kirchengemeinde unterstütze dies zum Wohl der Bevölkerung.

Und so werden die Konfirmationen am 1. und 8. Mai abgesagt. „Wir haben den Eltern Alternativtermine in den Sommerferien angeboten – für die ersten beiden Wochenenden und das letzte“, sagt Ludwig. Zur Erinnerung: Im Mai hätten die 28 Jugendlichen ihre Konformation feiern sollen, deren Feier im vergangenen Jahr Corona-bedingt ausgefallen war. Die Konfirmationen der Jugendlichen, die „normal“ in diesem Jahr an der Reihe sind, sind für September geplant.

Maximal 2 Konfirmanden pro Feier

Sämtliche Konfirmationen werden mit einem oder maximal zwei Konfirmanden durchgeführt. Die Feier sei open air mit maximal zehn Gästen pro Konfirmand geplant, so Ludwig und ergänzt: „Wir haben dafür extra ein Zelt angeschafft.“ Für sie bedeutet das einen Dauereinsatz an den Wochenenden. Bei 28 Konfirmanden an drei Wochenenden können je nach Terminlage der Eltern schlimmstenfalls schon mal sechs oder sieben Konfirmationen an einem Tag stattfinden.

Holger Erdmann, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Münster, ist über die Entscheidung der Mirjam-Gemeinde informiert und unterstützt das Presbyterium. „Es ist uns als Presbyterium bewusst, dass die jetzt getroffene Entscheidung einschneidend ist und sicherlich den ein oder anderen enttäuscht. Wir hoffen, die Konfirmationen im Sommer unbeschwerter feiern zu können“, betont Ludwig in der Pressemitteilung.

Internet
Gemeindemitglieder finden sonntags Gottesdienstangebote auf der Homepage https://mirjam-kirche.de/ und der Mirjam-App.

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