Fröhlicher Apostel und coole Ratten: Musical des Mini- und Maxichores 

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Drensteinfurt - 86 Kinder des Mini- und Maxichores begaben sich am Sonntagnachmittag mit „Paulus auf gefährliche Mission“. Knapp 400 Besucher verfolgten in der Dreingauhalle mit großer Begeisterung das gleichnamige Kindermusical von Frank Kampmann.

Intensiv hatte Chorleiterin Miriam Kaduk die kleinen Akteure zusammen mit zahlreichen Helfern aus Reihen der Eltern auf die Aufführung vorbereitet. Dadurch und dank liebevoll erstellter Kostüme und Requisiten, fetziger Musik und cooler Sprüche war der Erfolg schon programmiert. Letztendlich war es die ansteckende, freudige Begeisterung der Kinder, die den wunderbaren Erfolg des Musicals ausmachte.

Die Geschichte des Apostel Paulus, gespielt von Eric Sapphörster (10), der nach einer Gotteserfahrung auf den Weg nach Damaskus mit vorübergehender Blindheit geschlagen und nach seiner spontanen Heilung vom Christenverfolger zum leidenschaftlichen Verkünder der christlichen Botschaft wird, ist hinreichend bekannt. 

Gott liebt auch Frauen

In dem Musical gelang es den Kindern, mit den kindgerechten Texten und einem groovigen Mix aus Rap und eingängigen Melodien, die christliche Botschaft zu überbringen. „Gott liebt alle Menschen gleich“, berichtete Paulus der reichen Tuchhändlerin Lydia und der Kerkermeisterin. 

Kindermusical "Paulus auf gefährlicher Mission"

Während Lydia zweifelnd fragt: „Auch uns Frauen?“, erwidert die Kerkermeisterin ungläubig: „Auch mich, die so viel falsch gemacht hat?“ Eindringlicher hätte die vergebende Liebe Gottes zu allen Menschen nicht nahegebracht werden können. 

Niedliche, internationale Ratten und coole Sprüche

Das Musical bestach aber vor allen Dingen durch die niedlichen Kostüme – hier waren die kleinen Soldaten, Mäuse und Ratten nicht zu überbieten – und die coolen Sprüche. 

Reizend der Dialog der vier internationalen Ratten Luigi aus Italien, Mehmet aus der Türkei, Euphoria aus Griechenland und Zenzi aus Deutschland. Sie leben im Kerker und wollen dem eingekerkerten Paulus und seinem Freund Silas etwas zu Essen bringen. Mit der Aussage „Isst du Döner, wird alles schöner“, sorgte Mehmet spontan für Erheiterung. 

Christenverfolgung mit "Lizenz zum Töten"

Als der Rat Saulus beauftragt, die Christen zu verfolgen, spricht die Erzählerin ganz cool und direkt von der „Lizenz zum Töten“. Silas alias Finn Spielbusch (10) brachte das Publikum mit seiner herrlich geflöteten Aussage „Hallöchen, schöne Frau“ zum Schmunzeln.

Erfrischend lebendig waren auch die Tänze, die Andrea Stephan mit einigen der Chorkinder einstudiert hatte. Mit einfachen Mitteln war es den Eltern gelungen, ein echtes Boot für die Überfahrt des Paulus und seiner Gefährten über das Mittelmeer zu gestalten. 

Auch die Live-Band mit Harald Sewing (Gitarre), Andreas Blechmann (Keyboard), Ansgar Gertkamp (Schlagzeug) und Eric Richards (Bass) machte tolle Musik und stellte sich einfühlsam auf die kleinen Schauspieler und Sänger ein.

Musical wird noch einmal aufgeführt, Terminbekanntgabe folgt

Nicht nur das Publikum war am Ende begeistert, auch Pfarrer Jörg Schlummer zeigte sich sehr zufrieden mit der tollen Leistung aller Akteure. Noch einmal wird der Mini-und Maxichor das Musical für ihre Schulkameraden in der Grundschule aufführen, der genaue Termin steht jedoch zurzeit noch nicht fest.

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