Mit schwerem Gerät

Millimeterarbeit: Brunnenkammer hat ihren Platz vor St.-Regina-Kirche gefunden

Beim Aufsetzen des tonnenschweren Deckels war Millimeterarbeit gefordert: Die Brunnenkammer vor der St.-Regina-Kirche in Drensteinfurt ist am Mittwoch mit schwerem Gerät eingelassen worden
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Beim Aufsetzen des tonnenschweren Deckels war Millimeterarbeit gefordert: Die Brunnenkammer vor der St.-Regina-Kirche in Drensteinfurt ist am Mittwoch mit schwerem Gerät eingelassen worden

Es war ein spektakulärer Anblick, als der 28,5 Meter hohe Kran die 23 Tonnen schwere Betonkammer für den neuen Brunnen vor der St.-Regina-Kirche in die Höhe hob und langsam in die vorbereitete Grube hinabgleiten ließ.

Drensteinfurt – Schon früh um 7 Uhr am Mittwochmorgen waren Kranwagen und Schwertransporter der Firma Peterburs sowie die Mitarbeiter der Firma AquaActiv am Kirchplatz. Drei Stunden dauerte es, bis das Becken sowie der sieben Tonnen schwere Deckel sicher an Ort und Stelle standen.

Die schwierigsten Arbeiten sind getan und der neue Brunnen – oder wie Hans-Ulrich Herding vom Umweltamt der Stadt es formuliert – der „Erlebnis-Wasserlauf“, ist seiner Fertigstellung ein großes Stück nähergekommen. „Schön wird es“, ist sich Herding sicher. Er kann sich schon gut das Ensemble mit Bänken, einer kleinen Grünanlage, Strahlern und neuem Pflaster, in der Mitte den Bachlauf und die Statue des „Walbert“ vorstellen. Auf zwei großen Sandsteinen können Kinder im seichten Wasser spielen.

Millimeterarbeit beim Aufsetzen des Deckels

Christoph Wessel, Projektleiter der Firma AquaActiv, war bereits beim Einbau des Brunnens am Marktplatz der Bauleiter. Mittlerweile hat er schon 25 solcher Betonbecken in die Erde eingelassen. „In Drensteinfurt hat alles gut geklappt“, sagt er. Ausdrücklich lobt er die gute Vorarbeit der Straßenbaufirma Benning, aber auch das perfekte Zusammenspiel mit Kranführer und Lkw-Fahrer. „So schwierig wie am Marktplatz ist es heute aber nicht“, gibt er zu. Damals war Millimeterarbeit erforderlich, die war beim Brunnen auf dem Kirchplatz nur beim Aufsetzen des Deckels erforderlich.

Viele Zuschauer gab es angesichts des ungemütlichen Wetters nicht, dabei war der Kran, der auf 28,5 Meter ausgefahren war, weithin sichtbar. Obwohl der Kran damit fast an den 30 Meter hohen Kirchturm heranreichte, hatte der 130 Tonnen schwere Kranwagen seine maximale Ausfahrhöhe von 60 Metern damit nur zur Hälfte erreicht.

Ein Blick in die Brunnenkammer: Sie birgt nicht nur die Technik (vorne), sondern hat im hinteren Bereich auch Platz für 12 Kubimeter Wasser.

Stadt wartet Brunnen

Mitarbeiter der Firma Gelsenwasser waren ebenfalls vor Ort, um den neuen Brunnen an die Wasserleitung anzuschließen. Der Technikraum des Beckens kann über eine Klappe von außen auch zukünftig betreten werden. Jede Woche müssen der Filter gereinigt und die Pumpen kontrolliert werden, teilte Herding mit. Diese regelmäßigen Arbeiten übernimmt ein von der Stadt bestellter freier Mitarbeiter. Die Wartung des gesamten Brunnens obliegt der Firma AquaActiv.

350.000 Euro kostet das neue Wasserprojekt. Eine Menge Geld, das die Stadt zum Glück nicht aufbringen muss. „Die komplette Summe wird von Bund und Land gefördert“, freut sich Hans-Ulrich Herding. Spätestens bis Juni soll der Bachlauf samt Walbert-Figur fertiggestellt sein.

Das Wasserspiel auf dem Marktplatz wird im Moment noch nicht eingeschaltet. Grund ist die Corona-Pandemie. Bei den derzeitigen Temperaturen würde das Wasser wohl kaum jemanden anziehen. Wird es aber wärmer, könnte es zu Menschenansammlungen kommen und das soll, so Herding, derzeit noch vermieden werden.

Betonbecken für den neuen Brunnen am Kirchplatz in Drensteinfurt

Betonbecken für den neuen Brunnen am Kirchplatz in Drensteinfurt
Betonbecken für den neuen Brunnen am Kirchplatz in Drensteinfurt
Betonbecken für den neuen Brunnen am Kirchplatz in Drensteinfurt
Betonbecken für den neuen Brunnen am Kirchplatz in Drensteinfurt
Betonbecken für den neuen Brunnen am Kirchplatz in Drensteinfurt

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