Bilanz für den Kreis Warendorf

220 Menschen eingebürgert: "Immer deutscher geworden"

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Während der Einbürgerungsfeier erhielten Christiane Pontes Teixeira, Teresa Palumbo und Adelaine Martins Frunder (von links) die deutsche Staatsbürgerschaft. Landrat Dr. Olaf Gericke (hinten rechts) und der stellvertretende Landrat Rudolf Luster-Haggeney gratulierten.

Kreis Warendorf – Neue deutsche Staatsangehörige aus 21 Nationen begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Einbürgerungsfeier des Kreises Warendorf im Sparkassen-Forum.

Im Rahmen der Feierstunde nahm der Landrat zudem drei neuen deutschen Staatsbürgerinnen im Auftrag der Bundesregierung das Gelöbnis zur Einbürgerung ab. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 220 Menschen im Kreis eingebürgert worden. Bei den Ursprungsnationalitäten der Eingebürgerten lagen folgende fünf Länder an der Spitze: Türkei (44), Serbien (21), Kosovo (18), Polen (16) und Großbritannien (14).

„Demokratie ist eine wertvolle Errungenschaft und auch in heutigen Zeiten leider nicht selbstverständlich“, so der Landrat. „Sie bietet Freiheiten und Mitbestimmungsmöglichkeiten und ist der Grundstein für unsere Lebensqualität und unser Wohlbefinden.“ Deshalb sollte sich jeder für den Schutz dieser Demokratie einsetzen, erklärte Gericke und wandte sich direkt an die Eingebürgten: „Wir alle können das tun, indem wir wählen gehen – zum Beispiel bei der Europawahl Ende Mai. Denn Sie sind jetzt nicht nur deutsche Staatsangehörige, sondern auch Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union.“

Viele Briten darunter

Die Zahl der beantragten Einbürgerungen nehme weiter zu, erläuterte Gericke. Ein besonderer Anstieg sei bei den Anträgen britischer Staatsbürger zu beobachten. Im vergangenen Jahr hätten 21 Briten einen Einbürgerungsantrag gestellt, in diesem Jahr seien es schon 20.

Die beiden gebürtigen Brasilianerinnen Christiane Pontes Teixeira aus Ennigerloh und Adelaine Martins Frunder aus Beckum sowie die Italienerin Teresa Palumbo aus Sendenhorst erhielten vor Ort die deutsche Staatsbürgerschaft.

Cristina Isabel Belo Cabral, gebürtige Portugiesin und seit einem Jahr deutsche Staatsangehörige, schilderte in einem kurzen Vortrag ihre Erfahrungen. „Als ich als Kind nach Deutschland gekommen bin, musste ich mich erst einmal an die kühle Witterung gewöhnen. Im Kindergarten habe ich Deutsch gelernt, während wir zu Hause weiter Portugiesisch gesprochen haben. Diese Mehrsprachigkeit hat mir später beim Erlernen weiterer Fremdsprachen geholfen. Mit den Jahren habe ich gemerkt, dass unsere Familie immer deutscher wird, deshalb habe ich einen Einbürgerungsantrag gestellt. Denn hier lebe ich, habe Freunde und fühle mich wohl.“

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