Höchste Aufklärungsquote bei Sexual-, Rauschgift- und Gewaltdelikten

Deutlich mehr Straftaten: 607 Straftaten 2019 in Drensteinfurt

Zahlen über Zahlen präsentierten Janine Yeboah, Leiterin der Direktion Kriminalität (von links), Landrat Dr. Olaf Gericke und Andrea Mersch-Schneider, stellvertretende Leiterin Abteilung Polizei, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für den Kreis Warendorf.
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Zahlen über Zahlen präsentierten Janine Yeboah, Leiterin der Direktion Kriminalität (von links), Landrat Dr. Olaf Gericke und Andrea Mersch-Schneider, stellvertretende Leiterin Abteilung Polizei, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für den Kreis Warendorf.

Exakt 607 Straftaten sind im vergangenen Jahr in Drensteinfurt angezeigt worden. Das sind 108 Anzeigen mehr als noch 2018 und entspricht einer Zunahme von 21,64 Prozent. Diese Zahlen wurden gestern bekannt gegeben bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für den ganzen Kreis Warendorf durch Landrat Dr. Olaf Gericke, Janine Yeboah, die Leiterin der Direktion Kriminalität, und Andrea Mersch-Schneider, stellvertretende Leiterin Abteilung Polizei.

Drensteinfurt – Im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren ist 2019 aber immer noch das Jahr mit den zweitwenigsten Straftaten in der Wersestadt. Angefangen von 787 Straftaten im Jahr 2015 ging die Zahl kontinuierlich zurück: 2016: 676, 2017: 622 und 2018: 499. Auch die Aufklärungsquote von 46,95 Prozent im vergangenen Jahr ist die zweitbeste im Fünf-Jahres-Schnitt. Auch hier ragt 2018 mit 49,9 Prozent heraus. 2016 wurde nur 38,91 Prozent der Straftaten aufgeklärt.

Sexualdelikte

100 Prozent Aufklärungsquote vermeldet die Polizei bei den insgesamt zehn Sexualstraftaten und den damit zusammenhängenden Delikten in Drensteinfurt. Darunter fällt auch eine Vergewaltigung.

Gewaltkriminalität

Ähnlich hoch ist die Aufklärungsquote von 85,71 Prozent bei den 21 Fällen von Gewaltkriminalität. Allerdings gab es in den letzten fünf Jahren noch nie so viele Fälle.

Roheitsdelikte

83 sogenannte Roheitsdelikte listet die Polizei auf, so viele wie noch nie in den letzten fünf Jahren. Darunter fallen sieben Raubdelikte (85,71 Prozent Aufklärungsquote) und 57 Fälle von Körperverletzung (92,98 Prozent Aufklärungsquote).

Diebstähle

Den bei Weitem größten Anteil der 607 Delikte machen die 245 Diebstähle aus, nämlich 40,3 Prozent. Darunter fallen 108 Fahrraddiebstähle. Chancen, ihr Rad wiederzubekommen, haben nur die wenigsten Betroffenen: Gerade einmal 5,56 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt. Noch geringer ist die Aufklärungsquote bei den 24 Wohnungseinbrüchen (4,17 Prozent). Deutlich erfolgreicher war die Polizei bei der Aufklärung der 14 Ladendiebstähle: Mehr als drei Viertel wurde aufgeklärt (78,57 Prozent). 19 Kfz-Diebstähle oder Diebstähle aus Autos wurden angezeigt. Jeder Zehnte wurde aufgeklärt (10,53 Prozent).

Straßenkriminalität

Straßenkriminalität macht einen ähnlich hohen Anteil an den Delikten aus: 220 sind nur fünf weniger als 2017, aber 33 mehr als 2018. Die Aufklärungsquote liegt bei 11,82. Prozent.

Vermögensdelikte

Jede sechste Straftat im Jahr 2019 war ein Vermögens- und Fälschungsdelikt, nämlich exakt 101. Das ist das Niveau von 2017. 80,2 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt.

Sachbeschädigungen

82 Sachbeschädigungen wurden in Stewwert gemeldet, 17 mehr als 2018. Die Aufklärungsquote liegt bei 12,20 Prozent.

Rauschgiftdelikte

Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist eine von wenigen, bei der es einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gibt: 2018 waren es 34, 2019 exakt 20. Die Aufklärungsquote liegt bei 95 Prozent.

Lesen Sie auch: Immer weniger Straftaten in Drensteinfurt im Jahr 2018

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