Ausschuss stimmt für Baumpflanzungen

Mehr Schatten für Spielflächen: Skatepark scootergerecht ausstatten

Nicht ideal, aber mittlerweile akzeptiert: Der Skatepark am Heimstättenweg ist auch unter Scooter-Fahrern beliebt. Die Kanten der Geräte sollen nun repariert werden, in Walstedde will die Stadt die neue Skateanlage von vornherein scootergerecht bauen.
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Nicht ideal, aber mittlerweile akzeptiert: Der Skatepark am Heimstättenweg ist auch unter Scooter-Fahrern beliebt. Die Kanten der Geräte sollen nun repariert werden, in Walstedde will die Stadt die neue Skateanlage von vornherein scootergerecht bauen.

Die Spielflächen in Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde waren am Dienstag Thema im Ausschuss für Familie, Jugend, Senioren und Soziales.

Drensteinfurt – Die Mitglieder erfuhren von Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck etwas zu aktuellen Maßnahmen auf den vorhandenen Spielflächen – unter anderem ging es um die Nutzung des Skateparks mit Scootern (Tretrollern). Und die Politiker beschlossen die Anpflanzung von Bäumen, die für mehr Schatten auf den Spielplätzen sorgen sollen. Zudem ging es um die Neuanlage eines Bolz- und Skateplatzes sowie eines Bikeparks in Walstedde.

In seinem ausführlichen Bericht zu den aktuellen Maßnahmen auf den Spielplätzen, den Rüdiger Pieck dem Ausschuss vorgelegt hatte, ging es unter anderem um die eigentlich nicht vorgesehene Nutzung des Skateparks in Drensteinfurt. Der bekam 2019 eine neue Asphaltdecke, ehe die Stadt im vergangenen Jahr die Hindernisse neu anordnete.

Rampen nicht für Scooter ausgelegt

Die Freigabe, wegen der Corona-Pandemie ohne große Veranstaltung, folgte im Mai 2020 und brachte – aus Sicht der Skater und Inlineskater – ein Problem mit sich: Viele Kinder mit Tretrollern fanden Gefallen an dem Parcours und waren auch durch Verbotsschilder nicht von der Nutzung abzuhalten.

„Die Anlage ist nicht auf die Nutzung mit Scootern ausgelegt“, erklärte Pieck. Die Fahrzeuge beschädigten die Kanten der Hindernisse. Dennoch habe die Stadt sich entschlossen, die Situation zu akzeptieren, wie sie nun einmal ist. Beschädigte Kanten sollen repariert werden. „Mittlerweile fahren wir die Linie, die Nutzung durch Tretroller künftig direkt mit einzuplanen und die Kantenbereiche zu schützen“, so der Stadtjugendpfleger.

Skateanlage und Bikepark am Ortsrand möglich

Dieses Wissen kann der Fachbereich in Walstedde anwenden. Der Ortsteil, so Pieck, sei für ihn immer ein Ideal gewesen, wenn es um die Spielflächen ging. Für den Bau der Kita Hoppeditz musste die Stadt aber bekanntlich die Skateanlage aufgeben und den Bolzplatz vorübergehend schließen. Beides soll nach dem Willen von Pieck und den Ausschussmitgliedern, die einstimmig dafür stimmten, wiederkommen. Außerdem plant die Stadt, einen Bikepark zu errichten – wenn sie ein passendes, 1500 bis 2000 Quadratmeter großes Grundstück am Ortsrand dafür findet.

Die Mittel dafür sind im Haushalt eingestellt: 22.000 für den Grunderwerb und weitere 20.000 Euro für den Bau des Bikeparks. 20.000 sind für den Bolzplatz veranschlagt, 65.000 Euro für den neuen Skatepark im Ortsteil. Der rund 300 Quadratmeter große Skatepark und Bolzplatz sollen sich künftig auf der verbleibenden Fläche des alten Bolzplatzes in direkter Nähe zur neuen Kita und zur Lambertus-Grundschule befinden. „Die Zusammenarbeit mit der Schule ist da vorbildlich“, lobte Pieck.

Mehr Schatten für Spielflächen

An der Gestaltung des Skateparks, in dem die Hindernisse seines Vorgängers wieder zum Einsatz kommen und durch weitere Elemente ergänzt werden, können sich die Kinder und Jugendlichen nach Willen des Stadtjugendpflegers beteiligen.

Noch tut die erste Sonne gut. Damit sie im Sommer nicht zu heiß wird, sollen auch auf dem Kinderspielplatz Berthas Halde Bäume für natürliche Beschattung sorgen.

Ebenfalls auf einstimmige Zustimmung stieß der Stadtjugendpfleger mit seiner Einschätzung, für die Beschattung der vorhandenen Spielflächen in der Stadt auf Bäume zu setzen und auf Sonnensegel – wie ursprünglich angedacht – zu verzichten. „Die Sonnensegel sind meiner Meinung nach zu instabil“, so Pieck. Auch als Übergangslösung, bis ein neu gepflanzter Baum einen ordentlichen Schatten wirft, taugten sie nicht. „Sie müssten genau da stehen, wo auch der Baum gepflanzt werden müsste.“ Zudem gebe es in der Stadt nur drei Spielflächen, die nicht mit Bäumen beschattet werden können.

Allerdings, das gab Pieck zu, sei Rückgrat notwendig, wenn die Stadt sich entschließe, weitere Bäume auf den Spielplätzen zu pflanzen. „Es gibt immer Anwohner, die sich beschweren – zum Beispiel, weil der Baum die Sicht versperrt oder weil sie das Laub stört.“ Da gelte es durchzuhalten.

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