Mehr Bioprodukte auf Stewwerter Wochenmarkt

Markus Rogge bietet in Drensteinfurt nun auch ein breites Bio-Sortiment an.
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Markus Rogge bietet in Drensteinfurt nun auch ein breites Bio-Sortiment an.

DRENSTEINFURT ▪ „Je größer die Lebensmittelskandale, desto größer ist die Nachfrage nach Bioprodukten“, weiß Markus Rogge, der mit seinem Obst- und Gemüsestand jeden Donnerstag auf dem Stewwerter Wochenmarkt vertreten ist. Nun hat er sein Angebot um einen Bio-Stand ergänzt und reagiert damit auf die steigende Nachfrage der Stewwerter nach Bioware. Die Resonanz auf die Premiere war vielversprechend.

„Die Bioprodukte stammen von Naturland- und Biolandbetrieben aus der Region“, erklärt der Marktbeschicker aus Warendorf, der seit über zehn Jahren nach Drensteinfurt kommt. Produkte, die er nicht aus dem direkten Umfeld beziehen kann, kauft Rogge bei einem Naturkostgroßhändler aus Coesfeld. „Für den Kunden ist stets nachvollziehbar, woher die Ware kommt“, sagt Rogge und ergänzt: „Hier bekommt er garantiert Bioware.“

„Bio“ – das heißt in erster Linie ungespritzt, also natürlich gewachsen. „Schädlinge werden mit Nützlingen bekämpft. Fungizide sind strikt verboten“, sagt Rogge. Weil im Biosegment grundsätzlich mehr kontrolliert würde, habe es in dem Bereich auch keine Dioxin-verseuchten Eier gegeben. „Die Nachfrage nach Bio-Eiern war vorher schon da, aber seit dem Skandal sind wir eigentlich jeden Tag ausverkauft“, erklärt der Marktbeschicker.

Konventionelle Obst- und Gemüseprodukte bietet Rogge weiterhin in Stewwert an. „In Deutschland sind die Auflagen im konventionellen Bereich sehr hoch und es gibt viele Kontrollen. Die Ware ist auch top“, erklärt er. Viele Kunden würden daher mischen und greifen sowohl bei Bio- als auch bei konventionellen Produkten zu. Andere kaufen nur noch Bioware und zahlen dafür etwa zwanzig Prozent mehr.

Neben Bio-Eiern liefen derzeit Möhren, Rote Beete und Salate besonders gut. „Abstriche“ gebe es schon mal in der Optik. „Die Möhren sind nicht alle gleich groß und die Äpfel glänzen nicht so stark.“ Ein typisches Problem des Handels sei, dass immer alles sofort verfügbar sein müsse. „Es gibt bei uns immer alles zu jeder Jahreszeit. Das ist eigentlich unnatürlich. Im Bio-Bereich gibt es daher nicht immer alles“, sagt Rogge. Daran müssten sich die Kunden gewöhnen.

Rogge selbst würde ein geändertes Konsumverhalten begrüßen. „Weniger Fleisch und mehr Gemüse.“ Von der Landwirtschaft erhofft er sich mehr Nachhaltigkeit. „Wir dürfen unsere Böden nicht auslaugen“, sagt er und: „Von der Industrieproduktion im Fleischbereich müssen wir weg. Das ist den Tieren gegenüber nicht vertretbar.“ ▪ sh

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