Ermahnung nur für zwei Kunden

Vorbildlich: Im K+K-Markt setzen die Walstedder die Maskenpflicht um

Auch hinter der Fleisch- und Wursttheke im K+K-Markt tragen Mechthild Knaup, Annabella Lopez und Elke Windisch Schutzmasken.
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Auch hinter der Fleisch- und Wursttheke im K+K-Markt tragen Mechthild Knaup, Annabella Lopez und Elke Windisch Schutzmasken.

Seit Montag gilt in Nordrhein-Westfalen wie in fast allen Bundesländern in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften Maskenpflicht. „Die Walstedder halten sich vorbildlich an die Vorschrift“, bestätigt Martina Schoregge-Gräber, Filialleiterin beim Lebensmitteldiscounter K+K in Walstedde. Befürchtungen, dass dies anders wäre, hatte sie ohnehin nicht.

Walstedde – „Schon vorher sind rund 60 Prozent der Kunden mit Schutzmaske gekommen.“ Den Mund- und Nasenschutz für die Dauer eines Einkaufs zu tragen, sei auch eher nicht das Problem.

Am Montagmorgen mussten lediglich zwei Kunden ermahnt werden: Ein Holländer gab an, es nicht gewusst zu haben und eine andere Person erklärte, nur eine Maske zu besitzen, die zu klein sei. Dabei gibt es für eine Übergangszeit auch die Möglichkeit, als Ersatz für eine Maske einen Schal oder ein Tuch um Mund und Nase zu wickeln.

Maskenpflicht für Mitarbeiter

Unproblematisch ist die Maskenpflicht für die Filialleiterin aber dennoch nicht. „Für das Personal ist es unerträglich, stundenlang mit Maske zu arbeiten“, stellt sie klar. Und Brillenträger hätten Probleme damit, dass die Brillengläser beschlagen.

Sie selbst treffe es als Asthmatikerin besonders schwer. „Ich arbeite elf Stunden, da ist es fast nicht möglich, die ganze Zeit eine Maske zu tragen, Und gesund ist es sicher auch nicht“, glaubt sie. Natürlich könne sie sich vom Arzt ein Attest ausstellen lassen, das sie von der Maskenpflicht befreit, aber so macht sie deutlich: „Dann bin ich kein gutes Vorbild für unsere Kunden.“

Anweisungen kommen aus der K+K-Zentrale

Für ihre Mitarbeiter gelten andere Anweisungen der K+K- Zentrale. Selbst das Personal hinter der Fleischtheke, das ja auch mit Abstand und Scheibe arbeitet, sei verpflichtet, einen Mundschutz zu tragen.

Im Moment müssen sich die Verkäuferinnen noch mit einer Einmalmaske behelfen. „Die Zentrale hat aber für jeden Mitarbeiter sechs waschbare Mund- und Nasenschutze angekündigt“, informiert die Filialleiterin.

Filialleiterin Martina Schoregge-Gräber (rechts) mit Kundin Sibylle Vornholt.

Maske erinnert an Schutzmaßnahmen

Kundin Sibylle Vornholt hält das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes für sinnvoll. „Mir wird dadurch bewusst, auf den Abstand zu achten“, sagt sie. Dann gibt sie aber zu: „Die Maske empfinde ich als bedrückend und unangenehm, aber vielleicht gewöhnt man sich daran.“ Dem Sommer sieht Martina Schoregge-Gräber pessimistisch entgegen: „Wenn es richtig heiß wird, überstehen wir das nicht."

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