Drensteinfurter nach dramatischer Rettung auf Autobahn ausgezeichnet

Regierungspräsident Dorothee Feller überreicht Lebensretter Ralf Kneppe aus Drensteinfurt die Belobigungsurkunde.
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Regierungspräsident Dorothee Feller überreicht Lebensretter Ralf Kneppe aus Drensteinfurt die Belobigungsurkunde.

Durch sein selbstloses Handeln half Ralf Kneppe ein Menschenleben zu retten: Regierungspräsidentin Dorothee Feller überreichte dem Drensteinfurter dafür jetzt eine Belobigungsurkunde.

Münster/Drensteinfurt/Marl - Ein schwerer Unfall auf der A1 bei Münster – bei stellenweiser Eisglätte kommt ein Fahrzeug ins Schleudern und überschlägt sich mehrfach. So geschehen am 23. Januar 2019. Durch das beherzte und gedankenschnelle Handeln von fünf Personen in nachfolgenden Fahrzeugen konnte das Schlimmste verhindert werden. Der 42-jährige Fahrer aus Marl konnte gerettet werden. Für genau diese Rettungstat vor etwa einem Jahr überreichte Regierungspräsidentin Dorothee Feller am Freitag in Münster dem Drensteinfurter Ralf Kneppe eine Belobigungsurkunde nach dem Gesetz über die staatliche Anerkennung für Rettungstaten.

„Mit Ihrem selbstlosen Handeln haben Sie entscheidend dazu beigetragen, ein Menschenleben zu retten. Dank Ihrer Hilfe ist es außerdem nicht zu weiteren Folgeunfällen gekommen. Anderen in großer Not zu helfen und den Schutz der Allgemeinheit oder eines Einzelnen über das eigene Befinden zu stellen, ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist mir eine Freude und Ehre zugleich, Sie heute mit dieser Urkunde dafür auszeichnen zu dürfen“, sagte Regierungspräsidentin Dorothee Feller in ihrer Laudatio zu dem Geehrten.

Was war vor einem Jahr geschehen?

Nachdem sich das auf der A1 bei Münster verunfallte Fahrzeug mehrfach überschlagen hatte, kam es an der rechten Leitplanke zum Stehen. Insgesamt fünf Personen aus nachfolgenden Fahrzeugen haben sich maßgeblich an Sicherungs-, Bergungs- und Rettungshandlungen beteiligt. Bei dem Unfall war die Seitenscheibe des Fahrzeuges zerborsten und der linke Oberarm des Verunfallten fast vollständig abgetrennt, was zu starkem Blutverlust führte. Durch das beherzte Eingreifen der Ersthelfer konnte der Mann vor dem Verbluten gerettet werden und der Oberarm konnte in einer Klinik wieder angenäht werden.

Alle fünf Retter haben in der Situation hervorragend als Rettungsteam funktioniert.

Schnelligkeit war entscheidend

Ralf Kneppe konnte als direkt Folgender nicht mehr vor der Unfallstelle anhalten. Er verständigte als Erster umgehend per Notruf 112 den Notarzt und die Polizei. Einige hundert Meter weiter meldete er den Unfall zudem an eine Polizeistreife, die in der Ausfahrt der Autobahnmeisterei stand. Durch die Schnelle seines Handelns habe er sicher auch ein wenig geholfen, jedoch halte er sein Vorgehen für völlig normal, befand Kneppe.

Die öffentliche Belobigung hatte Ministerpräsident Armin Laschet im Namen der Landesregierung und auf Vorschlag von Regierungspräsidentin Dorothee Feller ausgesprochen. Angeregt hatte dies der Vater des Verunfallten. - WA

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