Endlich wieder Nähe fühlen: Malteserstift öffnet wieder Türen für Besucher

Wie ein Besuch im Malteserstift abläuft, zeigen hier Hausleiterin Jeanette Möllmann (rechts) und Julia Ludwig vom sozialen Dienst.
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Wie ein Besuch im Malteserstift abläuft, zeigen hier Hausleiterin Jeanette Möllmann (rechts) und Julia Ludwig vom sozialen Dienst.

Muttertag war der perfekte Anlass im Seniorenzentrums Malteserstift St. Marien in Drensteinfurt, um nach wochenlanger Schließung wieder für Besucher zu öffnen. Doch bei den Besuchen, die seit gestern möglich sind, müssen viele neue Regeln beachtet werden.

Drensteinfurt – Hände desinfizieren, in Listen eintragen, Formulare ausfüllen und Schutzmasken tragen – das sind nur einige der Regeln, die es nun zu beachten gibt. Die Besuche können nicht spontan stattfinden, für sie müssen telefonisch Termine vereinbart werden. Die Treffen selbst finden draußen an der frischen Luft in einem Pavillon statt.

Zwischen den Besuchern und den Bewohnern wird ausreichend Abstand gehalten, es trennt sie eine durchsichtige Scheibe. „Das alles ist für die Sicherheit der Bewohner erforderlich“, sagt Hausleiterin Jeanette Möllmann. Denn die Gesundheit der Bewohner, das merkt man schnell, liegt ihr und den Mitarbeitern des Malteserstifts sehr am Herzen. Das Altenheim ist mittlerweile corona-frei – und soll es auch in Zukunft bleiben, sagt Möllmann.

Lockerungen mit vielen Vorsichtsmaßnahmen

Seit dem 13.März war das Seniorenzentrum für Besucher geschlossen, sodass sich die Bewohner umso mehr auf den gestrigen Tag freuten. Für das Team des Malteserstifts bedeutete das viel Arbeit. Zwei neue Beschäftigte wurden für die Wochenenden im Mai eingestellt, damit alle Hygienestandards eingehalten werden können.

Auch die rund 35 Besucher, die über den Tag verteilt kamen, freuten sich sichtlich darüber, endlich wieder ihre Liebsten von Nahem zu sehen und persönlich mit ihnen sprechen zu können. Obwohl in der Zwischenzeit viele versucht hatten, den Kontakt durch „Besuche“ an Fenstern aufrechtzuerhalten, sei es doch schöner, den Angehörigen direkt vor Augen zu haben, sagte Besucherin Marion Korall.

Sie war am Sonntag, 10.Mai besonders froh – gerade wegen des Muttertags – endlich wieder näheren Kontakt zu ihrer Mutter haben zu dürfen. Besonders leid sei sie die Nackenschmerzen vom Hochschauen zum ersten Stock, scherzte sie. Das habe nun ein Ende.

Verunsicherung bei Bewohnern

Doch nicht alle Besucher und Bewohner freuten sich über die neue Besuchsgelegenheit. Bewohnerin Katharina Wojtecki steht dem Ganzen mit gemischten Gefühlen entgegen: Auf der einen Seite sei sie froh, ihren Sohn wiederzusehen. Auf der anderen Seite mache sie sich auch Sorgen wegen des Corona-Virus. „Ich bin schon skeptisch“, erklärte sie.

Auch Jeanette Möllmann sieht die Lockerungen kritisch, versucht jedoch, die besten und sichersten Bedingungen für die Besuche zu schaffen. Jeden Tag können nun für 30 Minuten jeweils maximal zwei Besucher pro Bewohner kommen. Allerdings empfiehlt sie, den Besuch auf eine Person zu beschränken. Außerdem sei ein Besuch nur mit vorheriger telefonischer Anmeldung möglich, machte sie nochmals deutlich.

Kontaktdaten für Terminvereinbarungen

Wer seine Liebsten besuchen möchte, kann sich dafür unter Telefon 0 25 08/9 90 70 anmelden und sich einen Termin geben lassen. Weitere Informationen zu den Hygieneregeln hier auf der Homepage des Seniorenzentrums Malteserstift St. Marien.

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Weitere hilfreiche Informationen erhalten Sie unter www.kreis-warendorf.de. - WA

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