Löschteiche in Drensteinfurt entsprechen nicht der DIN-Norm

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Die Löschwasserteiche der Stadt entsprechen nicht der DIN-Norm (Symbolbild).

Drensteinfurt – Wer ein Bauvorhaben im Außenbereich plant, muss eine eigene Löschwasserversorgung gewährleisten, was die Anlange eines Löschteichs bedeuten kann. Die Baugenehmigungsbehörde, der Kreis Warendorf, erkennt den Zugriff auf städtische Wasserstellen in der Regel nicht an. Maria Tölle von den Grünen findet das unverständlich.

Tölle hat auf der jüngsten Ratssitzung die Frage gestellt, warum Bürger vorhandene Löschwasserteiche nicht nutzen dürfen.

Die Stadt Drensteinfurt verfügt über insgesamt sechs Wasserstellen auf stadteigenen Grundstücken. Diese Löschwasserentnahmestellen sind Wasserstellen, wie sie an verschiedenen Orten in Drensteinfurt auch privat vorhanden sind. 

„Es handelt sich nicht um DIN-gerechte Löschwasserentnahmestellen, die einen Wasservorrat von mindestens 1000 Kubikmetern und eine Tiefe von mindestens zwei Metern vorweisen müssen“, informiert Bürgermeister Carsten Grawunder.

Viele Auflagen für Löschwasserteiche

Außerdem seien für solche DIN-gerechten Teiche ein Schacht zur Wasserentnahme mit Saugrohr, ein Saugkorb, ein Absperrschieber und eine Überlaufeinrichtung enthalten. Zudem müssten sie eingefriedet sein und über eine befestigte Zufahrt verfügen. Das Wasser in diesen Teichen muss durch Grundwasserpumpen auf einem bestimmten Niveau gehalten werden, damit zu jeder Jahreszeit ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht.

Ob die Stadt die Löschteiche entsprechend umstrukturieren könnte, damit sie den Anforderungen genügen? Tölles Nachfrage beantwortete der Bürgermeister: „Die Kosten für die Errichtung einer DIN-gerechten Löschwasserentnahmestelle würden zwischen 60.000 und 100.000 Euro betragen.“ Hinzu kämen laufende Kosten für die Unterhaltung und die Pflege des Teiches, des Zuweges und der Grundwasserförderung.

Einer von sechs Löschwasserteichen der Stadt Drensteinfurt befindet sich in Natorp.

Rechtlich ist die Stadt Drensteinfurt dazu verpflichtet, einen Löschwasser-Grundschutz sicherzustellen. Dies geschieht im Außenbereich durch eine sukzessive Erhöhung der Transportkapazitäten. Mit anderen Worten der Beschaffung eines Tanklöschfahrzeugs (TLF 4000) mit einer Löschwasserkapazität von 5500 Litern im Oktober 2018.

Ein über den Löschwasser-Grundschutz hinausgehender Löschwasserbedarf ist vom Eigentümer sicherzustellen. Im Außenbereich handelt es sich häufig um landwirtschaftliche Betriebe, die einen höheren Löschwasserbedarf haben.

Löschwasserteiche

Die Stadt Drensteinfurt verfügt über insgesamt sechs Wasserstellen auf stadteigenen Grundstücken. Diese befinden sich in Ameke, in der Bauerschaft Mersch (zwei) und in den Bauernschaften Eickendorf, Averdung und Natorp

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