Stewwerter bestaunen Schloss

So schön wie da Vincis Mona Lisa: Besuch auf Schloss Chambord

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Die Reisegruppe aus Drensteinfurt bestaunte im Chambord die vielen Zinnen und Türme sowie die große Parkanlage im Loiretal.

Drensteinfurt/Ingré – Am dritten Tag ihres Aufenthaltes zeigten die Freunde aus dem französischen Ingré der Drensteinfurter Reisegruppe mit dem Schloss Chambord das größte  Schloss des Loiretals. Das Unesco-Weltkulturerbe versetzte die Stewwerter alleine durch seinen Anblick in pure Begeisterung.

Früh am Donnerstagmorgen fuhr die Drensteinfurter Delegation gemeinsam mit den Gastfamilien und den Offiziellen in das im 16. Jahrhundert erbaute Prunk- und Jagdschloss. Im Innern des Renaissance-Schlosses erhielt jeder Teilnehmer ein Histopad mit einer digitalen Führung, die ihn in seiner Sprache durch das Schloss führte. War die Nutzung des modernen Mediums gerade für die älteren Teilnehmer am Anfang eher ungewohnt, lernten sie schnell die Vorzüge des Gerätes kennen.

Das Histopad gab nicht nur umfangreiche Informationen über das Schloss preis, sondern versetzte den Betrachter auch in die vergangenen Jahrhunderte. Auch ein integriertes Spiel, in dem in einzelnen Zimmern Münzen gesucht werden mussten, gefiel sehr gut. Auf diese Weise erhielt jeder die Möglichkeit, das Schloss in seinem eigenen Tempo und nach eigenen Vorlieben zu erleben.

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Im Innern des Schlosses, dessen Baubeginn auf 1519 datiert wird, sorgten unzählige Räume immer wieder für Überraschungen. Nicht ohne Grund wird das Château mit der Schönheit Leonardo da Vincis Mona Lisa verglichen. Man geht davon aus, dass die Idee des Bauwerkes von da Vinci persönlich stammt, während Domenico da Cortona die Baupläne erstellt hat und die Brüder Jacques und Denis Sourdeau als Baumeister tätig waren. Inklusive aller An- und Umbauten befinden sich in dem Monumentalbau heute 440 Räume, 365 Feuerstellen und 84 Treppen.

Als Besonderheit erwies sich die Treppe. Zwei identische Treppenläufe winden sich um ein hohles Zentralteil. Das Phänomen: Die Benutzer der Treppen sehen sich, werden sich aber nicht begegnen.

Schlossbesuch mit Geschichtsstunde

Wer den Weg auf die Spitze des Turms geschafft hatte, wurde mit einem Blick auf das 5440 Hektar große Parklandschaft belohnt, die von einer 32 Kilometer langen Mauer umgeben ist. Der Wald diente als Jagdgebiet für den König und seine Gäste. Oft fanden ausgedehnte Jagdausflüge und Feiern mit mehr als 1000 Gästen statt. Die Parkanlage, so hergerichtet wie zu Zeiten Ludwig XIV., beeindruckte die Stewwerter ebenso wie die imposante Dachlandschaft, die zum Greifen nah schien, mit den unzähligen Kaminen, Dachfenstern und Treppentürmen und der königlichen Lilienblüte auf der Turmlaterne.

Im Laufe seiner Geschichte wechselte das vom französischen König Franz I. erbaute Anwesen, das die Macht und Stärke Frankreichs symbolisieren sollte, immer wieder seinen Besitzer. Auch diente es mal als Lazarett und sogar Munitionslager. Heute befindet sich das Schloss im Staatsbesitz.

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Die offizielle Seite des Schlosses

Im Anschluss an die Besichtigung trafen sich Franzosen und Deutsche zu einem gemeinsamen Picknick vor der Schlossanlage. Dazu hatten die Gastgeber für jeden ein Lunchpaket mitgebracht.

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