Yannik Lohmann hat die Hundehalter im Blick

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Drensteinfurt – Seit dem 1. Juni ist Yannik Lohmann als neuer Außendienstmitarbeiter der Stadt Drensteinfurt in allen drei Ortsteilen unterwegs. Seine Aufgabe ist die Überwachung von Hundebesitzern. Diese wurde nach einigen Vorfällen, Beschwerden und einem Bürgerantrag, Anleinpflicht auch im Außenbezirk einzuführen, erforderlich.

„Uns geht es nicht darum, die Hundebesitzer abzuziehen“, stellte Bürgermeister Carsten Grawunder vorab klar. Vielmehr wolle man durch regelmäßige Kontrollen, zunächst terminiert auf ein halbes Jahr, speziell mit den Hundebesitzern ins Gespräch kommen, die sich nicht an die Vorschriften halten. Diese sind im Landeshundegesetz, dessen Lektüre er im Übrigen allen Hundebesitzern empfiehlt, klar geregelt.

Dort stehe auch, dass eine generelle Anleinpflicht im Außenbezirk, wie gefordert, nicht rechtmäßig sei. Um den Beschwerden besorgter Bürger und auch dem Bürgerantrag trotzdem gerecht zu werden, habe er im Februar der Politik den Vorschlag unterbreitet, eine befristete Außendienstmitarbeiterstelle auf 450-Euro-Basis einzurichten.

Der 24-jährige Ahlener Yannik Lohmann arbeitet hauptberuflich als Sicherheitsmitarbeiter bei LR Ahlen und ist somit als gelernte Fachkraft für Schutz und Sicherheit prädestiniert für diese Aufgabe. Zudem, so versichert er, sei er mit Hunden aufgewachsen und habe im positiven Sinne einen Bezug zu Hunden. Auch mit dem Landeshundegesetz habe er sich vertraut gemacht.

Unterwegs in allen drei Ortsteilen

Es muss damit gerechnet werden, den neuen Mitarbeiter zu allen Zeiten und in allen drei Ortsteilen anzutreffen, denn, so berichtet Lohmann: „Ich kann meine Arbeitszeiten flexibel einteilen.“

Seit dem 1. Juni ist Yannik Lohmann unterwegs und schon jetzt kann er sagen: „Der Anteil der Halter, die sich positiv und ordnungsgemäß verhalten und sogar die Kontrollen befürworten, überwiegt mit 80 Prozent bei Weitem.“

Leider, so Bürgermeister Grawunder, fallen die negativen Beispiele häufiger auf. „Dennoch soll nicht direkt ein Ordnungsgeld verhängt werden, sondern immer erst das Gespräch gesucht werden“, sagt Laura Volkmar vom Ordnungsamt.

Verwarngeld gleich am ersten Tag

Trotzdem musste der neue Kontrolleur bereits an seinem ersten Arbeitstag ein Verwarnungsgeld ausstellen. „Ein Hundebesitzer mit zwei Hunden hatte sich geweigert, die Hunde anzuleinen“, berichtete er. Stattdessen habe er angedroht, die Hunde am nächsten Tag wieder frei laufen zu lassen. 15 Euro wurden in diesem Fall fällig.

Generell informiert Lohmann: „Auf Grünflächen, inklusive des Schlossparks, gilt eine grundsätzliche Anleinpflicht.“ Mitgeführt werden müsse auch die Steuermarke des Hundes, die zeigt, dass der Hund bei der Stadt gemeldet ist.

Hundehinterlassenschaften beseitigen

Richtig teuer wird es für Hundeführer, die die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners nicht beseitigen. 40 Euro bezahlt der, der diese erst auf Aufforderung beseitigt. 100 Euro muss er berappen, wenn er der Aufforderung nicht nachkommt.

Eine bemerkenswerte Erfahrung machte Lohmann bereits in Ameke. „Nachdem ich den ersten Hundebesitzer kontrolliert hatte, wusste innerhalb von Minuten das ganze Dorf, dass ich unterwegs bin“, berichtet er und fügt dann anerkennend hinzu: „Die Dorfgemeinschaft funktioniert.“

Internet

Das Landeshundegesetz kann auf der Seite www.recht.nrw.de unter dem Suchbegriff „Hundegesetz“ nachgelesen werden. Auch auf der Seite der Stadt www.drensteinfurt.de ist unter dem Suchbegriff Landeshundegesetz alles Wichtige nachzulesen.

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