Anwohnersorgen: Wird es im Wohngebiet Mondscheinweg zu laut

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Anwohner des Baugebiets Mondscheinweg befürchten Lärmbelästigung.

Drensteinfurt – Große Sorgen bereitet das neu geplante Wohngebiet Mondscheinweg vor allem den dort unmittelbar bereits ansässigen Bewohnern. Sie haben Angst vor einer Lärmbelästigung durch eine Erhöhung der ohnehin schon viel befahrenen Konrad-Adenauer-Straße.

Die zukünftigen Anwohner im neuen Baugebiet sollen vom Lärm nicht betroffen sein, das stellt sich die Verwaltung vor. Auch die CDU beantragte die Schallreduzierung. Eine Lärmschutzwand wird es aber nicht geben. Geplant ist hingegen im Kreuzungsbereich Schützenstraße /Konrad-Adenauer-Straße/nördliche Erschließungsstraße einen Kreisverkehr einzurichten.

„Es sind zum größten Teil die Anlieger der Schützenstraße/Konrad-Adenauer-Straße vom Verkehrslärm betroffen, da sich dort die Verbindungsachse zur Innenstadt befindet“, schreibt ein Bürger.

Das Schutzgut Mensch müsse berücksichtigt werden. Schon jetzt lägen die dbA-Werte über den gesetzlich zulässigen Höchstwerten. „Die Lärmsituation ist dramatisch“, stellt er weiter fest. Zwar bestätigte die Verwaltung die Zunahme des Verkehrsaufkommens durch das neue Baugebiet, doch sei ohnehin mit vermehrten Verkehr zu rechnen.

Die Lösung der Probleme - ein Kreisverkehr?

Nach Abwägung aller Belange und der Auswertung des Gutachters sei eine Minderung der Schallimmissionen nicht erforderlich, da die Grenzwerte nicht überschritten würden. Der geplante Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Schützenstraße/Konrad- Adenauer-Straße/nördliche Erschließungsstraße werde zu einem gleichmäßigen Verkehrsfluss beitragen und gleichzeitig die Wartezeiten zu den Spitzenzeiten von 20 auf fünf Sekunden verringern, so der Verkehrsgutachter.

Mögliche Lärmschutzwand?

„Eine Lärmschutzwand entlang der Konrad-Adenauer-Straße würde den Charakter der Straße verschlechtern“, bestätigte Bauamtsleiter Christoph Britten. Nennenswerte Erfolge gebe es ohnehin erst ab einer Höhe von vier Metern und mehr. Dazu käme, dass der Wiederhall den Lärm projiziere.

Auch Bürgermeister Carsten Grawunder versicherte: „Eine Lärmschutzwand an dieser Stelle bringt absolut nichts.“ Er sei auch nicht sicher, ob die Anwohner eine solche Lärmschutzwand vor die Nase gesetzt bekommen wollen, die den Lärm auch noch reflektiere. Vielmehr sei es Ziel mit dem Kreis zu diskutieren, um durch Geschwindigkeit, besonderen Asphalt oder Nachtfahrverbot von Lkw einen positiven Aspekt zu erzielen. Bisher habe sich der Kreis aber nicht kooperativ gezeigt.

Keine Option: eine Lärmschutzwand.

Ingo Stude (SPD) schlug vor, neue Gewerbegebiete zu schaffen, um den Zuliefererverkehr an dieser Stelle zu reduzieren.

„Obwohl der Kreis nein gesagt hat, müssen wir am Ball bleiben“, so Markus Wiewel (CDU). Sinnig sei es, das Gewerbegebiet nicht zu erweitern, sondern vor die Tore Drensteinfurts zu verlagern. „Ich ärgere mich schwarz darüber“, so der Politiker. „Wir hätten das Problem schon vor Jahren beheben können, wenn wir den Schwerlastverkehr ausgelagert hätten“, sagte er.

Step by Step

„Getreu dem Motto „Step bei Step“ werden wir erst einmal so weiter machen und dann schauen, wie wir den Lärm reduzieren können“, so der Sitzungsvorsitzende Heinz-Josef Voß (CDU).

„Der Schallschutz an der Konrad-Adenauer-Straße ist nicht ausreichend“, glaubt auch Maria Tölle (Grüne). Sie forderte sämtliche denkbare Hilfe der Verwaltung, um beim Kreis Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms zu erreichen. Damit fand sie die einstimmige Zustimmung der Ausschussmitglieder.

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