Kunstprojekt der Lambertus-Grundschule Walstedde: Schneeskulpturen vom König der Löwen bis zu Titanic

Homeschooling, das Spaß macht: Grundschüler formen Skulpturen aus Schnee

Grundschüler aus Walstedde bauen Schneeskulpturen
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König der Löwen - nur eine von zahlreichen Skulpturen aus Schnee, die Viertklässler der Lambertus-Grundschule aus Walstedde angefertigt haben.

 Eine nicht alltägliche Aufgabe bescherten die unerwarteten Schneemassen den Schülern des vierten Jahrgangs der Lambertus-Grundschule. Inspiriert von der Bitte eines Schülers, der unbedingt etwas mit Schnee machen wollte, forderte Kunstlehrerin Ines Schmidt-Peters ihren Kunstkurs dazu auf, Schneeskulpturen zu bauen. Eine Aufgabe, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern begeisterte. Schließlich wird es ein derartiges Projekt sicher sobald nicht wieder geben.

Walstedde - Für Ines Schmidt-Peters war es wichtig, ihre Schüler einmal ganz vom Computer wegzuholen. „Sie sollten kreativ sein und an die frische Luft gehen“, erklärte sie. Im Homeschooling schaute sich die Klasse zunächst Fotos und Videos von Schneeskulpturen als Anregung an, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Bei der Wahl der Skulptur, die die Walstedder Kinder aus Schnee herstellen sollten, ließ sie den Schülern am Ende aber freie Hand, bis auf eine Ausnahme: „Es durfte kein Schneemann werden“, erklärte sie mit einem Schmunzeln.

Die Kunstlehrerin war von ihrer Idee so begeistert, dass sie sich mit einem eigenen Beitrag daran beteiligte. Gemeinsam mit ihrer Tochter Joline formte sie vor ihrem Haus zwei große Drachen. Solange es nicht taut, und wenn sie nicht von einem Räumfahrzeug beiseitegeschoben werden, können die beiden insgesamt rund fünf Meter langen Feuerspeier wohl noch ein paar Tage zu sehen sein. Schon einmal musste sie Kopf und Schwanz eines Drachen, die dem Schneeschieber zum Opfer gefallen waren, erneuern.

Lehrerin ist von den Ergebnissen überwältigt

Insgesamt 41 Schüler besuchen den vierten Jahrgang der Lambertus-Grundschule, das Projekt sollte möglichst zu zweit durchgeführt werden. Etliche Fotos der fertig gestellten Skulpturen hat die Grundschullehrerin bereits von den Eltern via Smartphone zugeschickt bekommen. „Ich bin richtig gerührt“, sagt sie. Sie habe damit gerechnet, dass die Aktion schöne Ergebnisse haben würde, aber von den vielen guten Ideen sei sie regelrecht überwältigt.

So richtig einfach sei die Aufgabe angesichts des pulverigen Schnees nicht gewesen. „Ich habe den Schülern geraten, etwas Wasser zu nehmen, wenn der Schnee gar nicht pappt“, erklärt sie und erinnert daran, dass das auch ein guter Tipp für den Bau einer Sandburg am Strand sei.

Ein schlafener Snoopy aus Schnee.

Dass man aus Schnee noch mehr als Schneemänner bauen kann, ist jetzt wohl jedem klar. So liegt bei Antonia ein schlafender Snoopy auf dem Gartentisch, im Garten von Tommy Luke wacht ein riesiger Gecko im Schnee, Erik und Ben haben ein Iglu mit mehreren Eingängen gebaut. Leandra hat ein Gesicht geformt, das mit Kerzen in Mund und Augen sogar im Dunkeln leuchtet. Beleuchtet ist auch das Ungeheuer von Lutz.

Ein echter Hingucker ist die Titanic im Vorgarten von Linus. Nicht allein der zentralen Lage ist es geschuldet, dass die Vorbeikommenden anerkennende Worte sprechen. Das große Schiff ist mit seinen vier Schornsteinen leicht zu erkennen.

Dann gibt es noch einen Würfel, eine Grotte für die Jungfrau Maria, eine Schlange, eine lustige Raupe, ein weiteres Iglu sowie eine Schildkröte. Und besonders beliebt scheinen Drachen zu sein, denn die tauchen derzeit öfter im Dorf auf.

Grundschüler aus Walstedde bauen Schneeskulpturen 

Grundschüler aus Walstedde bauen Schneeskulpturen
Grundschüler aus Walstedde bauen Schneeskulpturen
Grundschüler aus Walstedde bauen Schneeskulpturen
Grundschüler aus Walstedde bauen Schneeskulpturen
Grundschüler aus Walstedde bauen Schneeskulpturen 

Für Ines Schmidt-Peters ist das Projekt ein voller Erfolg. „Die Eltern sind so begeistert und stolz auf ihre Kinder, und die haben viel Freude dabei“, schwärmt sie. Ein Vater berichtet: „Es ist ein richtiges Vater-Sohn-Projekt geworden.“ Er habe gefragt, ob die Eltern helfen dürfen und nach dem OK kurzerhand seine Homeoffice-Arbeit ein paar Stunden nach hinten verschoben. „Es war anstrengend, hat aber Spaß gemacht“, sagt der Walstedder.

Welche die schönste Schneeskulptur ist, möchte die Lehrerin gar nicht entscheiden. „Jede ist auf ihre Weise schön und man sieht, wie viel Arbeit und Ideen darin stecken“, findet sie. Später wird sie aus den Videos und Fotos der Eltern einen kleinen Film zusammenschneiden und über die Schul-Cloud der Klasse zur Verfügung stellen. Auf diese Weise bleiben die so vergänglichen Skulpturen auch für die Zukunft erhalten.

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