Kommt Zeit, kommt Unrat - Gelbe Säcke nicht abgeholt

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Andernorts im Kreis bleiben die gelben Säcke schon mal liegen. In Drensteinfurt läuft der Abtransport des Wertstoffmülls nach dem Wechsel des Entsorgers von der Firma Borchers zu Tönsmeier und dem Subunternehmer Stenau mittlerweile problemlos (Symbolbild).

Drensteinfurt / Kreis Waredorf – In Stewwert funktioniert die Abfuhr der Gelben Säcke im Moment reibungslos. „Es läuft richtig gut“, informiert Hans-Ulrich Herding, Umweltbeauftragter der Stadt. Anders sieht die Situation im Kreis aus.

In etlichen Städten häufen sich die Beschwerden, so dass sich jetzt Landrat Dr. Olaf Gericke auf die Seite der Bürger, die Probleme bei der Abholung der gelben Säcke haben, gestellt hat. „So kann das nicht weitergehen“, nimmt Gericke das Entsorgungsunternehmen Tönsmeier in die Pflicht.

Tönsmeier aus Porta Westfalica ist seit Jahresanfang mit der Abholung der gelben Säcke beauftragt. Mittlerweile, so der Landrat, müssten die Anfangsschwierigkeiten – die zuvor mit der Entsorgung betraute Firma Borchers hatte vielerorts die gelben Säcke nicht mehr abgeholt – überwunden sein. Doch die Beschwerden häuften sich.

Hilfe für die betroffenen Kommunen kommt jetzt aus dem Kreishaus: Kreis und Kommunen stehen im Austausch und werden sich notfalls im Rahmen der Ersatzvornahme um die Abholung der gelben Säcke kümmern. Ein Vorgehen, zu dem sich einige Städte und Gemeinden bereits gezwungen sahen. Diese Leistungen würden dann der Firma Tönsmeier in Rechnung gestellt, so Kreisumweltdezernent Carsten Rehers. „Wir sind wirklich stinkig“, bringt er das Problem auf den Punkt.

Schuld sei das Duale System

Verantwortlich für die Misere, so der Umweltbeauftragte der Stadt Drensteinfurt Hans-Ulrich Herding, sei das Duale System. Dieses hatte das Einsammeln der Gelben Säcke neu ausgeschrieben. Nach dem ersten nicht zufriedenstellenden Ergebnis wurde der Auftrag erneut ausgeschrieben. Diese zweite Ausschreibung sei sehr spät erfolgt, so dass die Auftragserteilung an die Firma Tönsmeier sehr kurzfristig erfolgte.

Tönsmeiers Kapazitäten reichten nicht aus, um die Arbeiten alleine erledigen zu können. „Wir reden hier von dem ganzen Kreis Warendorf, das sind immerhin 30 Städte“, brachte Herding Verständnis für die Firma auf. Tönsmeier habe bestimmt 30 Mann einstellen und auf die Schnelle neue Wagen kaufen müssen. Um die Leistung trotzdem zu erfüllen, heuerte die Firma Subunternehmer an, um den Abfall abtransportieren.

Hans-Ulrich Herding ist Umweltbeauftragter.

Drensteinfurt hatte dabei Glück. Die alteingesessene Firma Stenau, die bereits lange Zeit in Stewwert zur vollen Zufriedenheit Gelbe Säcke abtransportiert hat, übernahm die Arbeit. Probleme gab es vereinzelt mal mit neuen Straßen, diese wurden aber schnellstens behoben. „Es läuft in Drensteinfurt richtig gut“, so Herding. Im Gegensatz zu anderen Kommunen. „Wenn ein Entsorgungsunternehmen neu in eine Stadt kommt, bereitet das immer Probleme“, erklärt der Umweltbeauftragte das Dilemma.

Im Dezember Probleme in Walstedde

Auch in Drensteinfurt gab es im Dezember Probleme mit der Abfuhr der gelben Säcke. Der bisherig Entsorger, die Firma Borchers, hatte vor allem in Walstede, Ameke und einigen Bauernschaften die gelben Säcke nicht mehr abtransportiert. Ein Grund waren Personalengpässe durch Krankenstände und Urlaubstage. Kurzerhand waren Mitarbeiter des Bauhofs eingesprungen, hatten mit zwei Sprintern die gelben Säcke eingesammelt. Seit dem Jahreswechsel läuft die Entsorgung der gelben Säcke weitgehend störungsfrei.

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