Jetzt ist es offiziell

Kreis Warendorf bewirbt sich als Modellregion für Öffnungen in NRW

Versprechen sich eine noch bessere Kontaktnachverfolgung durch den Einsatz der Luca-App: Dr. Herbert Bleicher, Verkehrsdezernent des Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der RVM (von links), Landrat Dr. Olaf Gericke und André Pieperjohanns, Geschäftsführer RVM.
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Schlag auf Schlag: Erst gab der Kreis Warendorf bekannt, dass die Luca-App auch in Bussen im Kreis angewendet werden kann, dann bewarb man sich offiziell als Modellregion NRW: Dr. Herbert Bleicher, Verkehrsdezernent des Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der RVM (von links), Landrat Dr. Olaf Gericke und André Pieperjohanns, Geschäftsführer RVM.

Nachdem Landrat Dr. Olaf Gericke den Kreis Warendorf schon in der vergangenen Woche initiativ bei Ministerpräsident Laschet als Modellregion für Öffnungen beworben hatte, wirft der Kreis nun auch offiziell seinen Hut in den Ring.

Kreis Warendorf - Erst am Dienstag hatte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart verkündet, dass es sechs bis acht Modellregionen geben solle. Dazu hatte er einen umfangreichen Anforderungskatalog vorgestellt und eine Bewerbungsfrist bis zum Mittwoch eingeräumt.

„Angesichts der nur kurzen Vorbereitungszeit von 24 Stunden haben wir die Ärmel hochgekrempelt und mit allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern innovative Projekte für Öffnungsschritte entworfen“, erklärt Dr. Gericke. Dabei wurden einzelne, abgrenzbare Projekte in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt, wie es vom Ministerium vorgegeben wurde. Die Projekte kommen aus den Bereichen Freizeitgestaltung, Leistungssport, Kultur, Einzelhandel und Bildung.

Eine flächendeckende Öffnung einzelner Bereiche, wie etwa der Außengastronomie, ist im Anforderungskatalog des Landes ausdrücklich nicht vorgesehen.

Die Bewerbung des Kreises Warendorf ruht auf mehreren Säulen. „Unser konsequenter Einsatz digitaler Technik bei der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt, die umfangreichen Testmöglichkeiten in jeder Kommune, der flächendeckende Einsatz der Luca-App, die mit der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt kompatibel ist und die enge Zusammenarbeit mit unseren Kommunen sind Grundlage unserer Bewerbung“, so der Landrat weiter.

Erst am Dienstag hatte der Kreis Warendorf bekanntgegeben, dass die Luca-App auch in den Bussen im Kreis Warendorf verfügbar ist.

„Wir sind überzeugt, ein realistisches Konzept vorgelegt zu haben, das verantwortungsvolle Öffnungsschritte unter kontrollierten Bedingungen ermöglicht. So könnten den Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiheit ermöglichen, ohne steigende Ansteckungszahlen zu riskieren“, so Landrat Dr. Olaf Gericke optimistisch.

Bereits am Freitag, 26. März, hatte der Kölner Stadtanzeiger berichtet, dass der Kreis Warendorf, Winterberg, Aachen und Köln zu den ausgewählten Modellkommunen gehöre. Die Auswahl sei aber noch nicht final, hieß es von der Landesregierung.

Vorbild für die geplanten Modelregionen ist die Stadt Tübingen. Mit einem „Tübinger Tagesticket“ als Nachweis über einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest dürfen in der Stadt in Baden-Württemberg die Außengastronomie sowie Kunst- und Kultureinrichtungen wie Theater, Kinos und Bibliotheken für den Publikumsverkehr öffnen. 

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